• Kostenloser Versand

  • Lieferung innerhalb von 4–6 Werktagen

  • Sichere Zahlung

  • Kostenlose und unkomplizierte Rücksendung

  • Swiss Garantie

Der Nikon-Leitfaden für die Landschaftsfotografie

Nikon Team8 Minuten Lesezeit21 Okt. 2026Landschaft und Umwelt
nikon-image

Ihr möchtet in die Landschaftsfotografie einsteigen? Hier erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst – von der Auswahl eurer Ausrüstung und den Kameraeinstellungen bis hin zum Umgang mit Licht, Bildkomposition und kreativen Techniken.

Was ist Landschaftsfotografie?

Bei der Landschaftsfotografie geht es ganz einfach darum, Szenen aus der Natur einzufangen – imposante Gebirgszüge, weite Wüsten und schroffe Küsten zum Beispiel, oder üppige Wiesen, Täler mit Flüssen und nebligen Waldlichtungen. Auch von Menschenhand geschaffene Elemente können gut mit einbezogen werden. Im Grunde genommen hält die Landschaftsfotografie einen Ort in einem bestimmten Moment fest. Dabei nutzt sie Licht, Wetter, Bildkomposition und Perspektive, um den Charakter und die Atmosphäre einer Szene zum Ausdruck zu bringen. Letztendlich soll sie ein Gefühl dafür vermitteln, wie es ist, selbst dort zu sein.

Nikon magazine
Writer, Creative Director & Photographer
Creator's Favorite Image
nikon-image
Haltet Ausschau nach Motiven für Landschaftsaufnahmen – wo immer es Natur in eurer Nähe gibt. Von links nach rechts: Nikon Z 7, 115 mm, 1/100 sec, f/4, ISO 100 © André Alexander Nikon Z 7II + NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 53 mm, 1/640 s, f/3.2, ISO 500 © Eeva Mäkinen
Erste Schritte

Das Tolle an der Landschaftsfotografie ist, dass alle sie betreiben können. Man braucht kein bereitwilliges Model, das posiert. Man muss nicht auf perfektes Wetter warten. Man muss nicht einmal weit reisen. Alles, was ihr wirklich braucht, seid ihr selbst, eine Kamera und ein Objektiv – und natürlich eine Landschaft, die euch ins Auge fällt. Ihr braucht keine imposanten Berge und keine weitläufigen Küsten – auch wenn diese zweifellos spektakuläre Motive abgeben. Ihr könnt mit einem Wald, einem Hügel oder einem Fluss in eurer Nähe beginnen – sogar der nächstgelegene Park reicht schon aus. Mit der richtigen Ausrüstung, ein wenig Know-how und einem Schuss Kreativität lässt sich fast jede Landschaft in ein faszinierendes Motiv verwandeln.

nikon-image
Nikon magazine - vertical video with Memories from Abroad
Mit einem Gewicht von nur 135 g ist das ultraleichte und handliche NIKKOR Z DX 16-50mm f/3.5-6.3 VR eine hervorragende Wahl für die Landschaftsfotografie, wenn ihr ein vielseitiges Objektiv für die Nikon-DX-Kamera benötigt. Nikon Z50II und NIKKOR DX 16-50mm f/2.8 VR. Links: 24 mm, 1/1600 s, f/2.8, ISO 200 © Anna Heupel Rechts: © MemoriesFromAbroad
Welche Ausrüstung brauche ich?

Sowohl Nikon-Kameras mit Vollformat-Sensor (FX) als auch solche mit Crop-Sensor (DX) eignen sich ideal für die Landschaftsfotografie. Weitwinkelobjektive sind der Klassiker für Landschaftsfans, denn sie fangen mehr von der Szene ein und unterstreichen Weite und Tiefe. Längere Brennweiten sind wiederum perfekt, um Details zu isolieren und unruhige Bilder auf das Wesentliche zu reduzieren. Ein vielseitiges Zoomobjektiv bietet euch daher das Beste aus beiden Welten. Bei längeren Verschlusszeiten ist ein Stativ unverzichtbar. Ein Polarisationsfilter reduziert Blendeffekte und intensiviert Farben. Mit einem ND-Filter könnt ihr zudem bei helleren Lichtverhältnissen längere Belichtungszeiten einstellen.

Worauf ihr bei jedem Landschaftsfoto als Erstes schauen solltet, ist der Lichteinfall und wie das Licht euer Motiv formt. Von links nach rechts: Nikon Z 7 + NIKKOR Z 24-120mm f/4 S, 94 mm, 1/50 s, f/11, ISO 64 © Nigel Danson Mitte: © Kevin Meynier Rechts: © Mikko Lagerstedt

Dem Licht auf der Spur

Selbst das spektakulärste Motiv und die fesselndste Bildkomposition wirkt fade, wenn das Licht schlecht ist. Denn Licht kann eine Landschaft von Grund auf verwandeln und Farbe, Kontrast, Struktur und Stimmung von einem Moment zum nächsten verändern. Deshalb sprechen erfahrene Profis oft davon, „dem Licht hinterherzujagen“ – also zu beobachten, wie sich das Licht verändert und über die Landschaft wandert. Um dann bereit zu sein, darauf zu reagieren, die Position zu wechseln oder dem Licht zu folgen, wenn sich die Bedingungen ändern.

Bevor ihr euren Bildausschnitt festlegt, solltet ihr darauf achten, woher das Licht kommt. Was beleuchtet es und wohin fallen die Schatten? Wenn die Sonne tiefer am Himmel steht, insbesondere bei Sonnenauf- und -untergang, ist das Licht oft wärmer und weicher. Es entstehen längere Schatten, die – je nach den atmosphärischen Bedingungen – Strukturen und Formen hervorheben. Gegen Mittag, insbesondere im Sommer, erzeugt die höherstehende Sonne stärkere Kontraste und kürzere, schärfer abgegrenzte Schatten. Doch auch das kann gut wirken, wenn es zur Szene passt. Zudem erscheinen die Farben so heller und lebendiger, vor allem bei klarem Wetter. Bei Gegenlicht, also wenn das Licht hinter dem Motiv steht, lassen sich gut Nebel, Laub und durchscheinende Details zum Leuchten bringen. Wenn plötzlich Sonnenlicht durch dichte Wolken bricht, verwandelt sich selbst die alltäglichste Szene direkt vor euren Augen in etwas ganz Besonderes.

Das Fotografieren im manuellen Modus bietet euch mehr Kontrolle und Einfluss auf eure Bilder. Wenn ihr euch jedoch noch mit den Grundlagen vertraut macht, ist es je nach Motiv möglicherweise am besten, bei der Blendenautomatik zu bleiben. © Mike Mezeul II

nikon-image
Einige Einstellungen für den Einstieg

Es gibt kein Patentrezept für Landschaftsaufnahmen, da die Einstellungen je nach Motiv, Lichtverhältnissen und gewünschtem Effekt variieren. Allerdings kann bei ruhigen Landschaften die Zeitautomatik ein guter Anfang sein. Dabei wählt ihr die Blende aus, und die Kamera bestimmt die Verschlusszeit. Wenn die automatische ISO-Einstellung aktiviert ist, wird bei Bedarf auch der ISO-Wert angepasst, sodass ihr euch ganz auf die Bildkomposition konzentrieren könnt.

Beginnt mit einer Blende von etwa f/8 bis f/11, um eine große Tiefenschärfe zu erzielen. Dadurch wird ein Großteil der Szene vom Vordergrund bis zum Hintergrund scharf abgebildet. Verwendet eine offenere Blende, beispielsweise f/4 bis f/6.3, wenn ihr nur einen Teil der Szene hervorheben und andere Bereiche weich und unscharf darstellen möchtet. Oder blendet auf etwa f/11 bis f/16 ab, wenn ihr möchtet, dass ein noch größerer Teil der Landschaft scharf abgebildet wird. Verwendet den AF-S-Modus mit Einzelfeldsteuerung. So könnt ihr genau festlegen, auf welchen Punkt im Bild die Kamera fokussieren soll.

Bei Landschaften mit sich bewegenden Elementen wie Wasserfällen, Wellen, Gräsern oder Wolken solltet ihr die Blendenautomatik verwenden und die Verschlusszeit entsprechend dem gewünschten Effekt wählen. Probiert zunächst eine Belichtungszeit von etwa 1/500 Sekunde aus, um Bewegungen einzufrieren. Oder verlängert die Belichtungszeit auf etwa 1/2 Sekunde bis 2 Sekunden, um fließendes Wasser unscharf zu machen und einen Eindruck von Bewegung zu erzeugen. Bei Wolken sind Belichtungszeiten von mehreren Sekunden oder länger erforderlich, um eine deutliche Unschärfe zu erzielen. Haltet den ISO-Wert nach Möglichkeit niedrig. Wenn die Lichtverhältnisse zu hell für die gewünschte längere Verschlusszeit sind, reduziert ihr die einfallende Lichtmenge einfach mit einem ND-Filter. Bei längeren Belichtungszeiten solltet ihr die Kamera auf einem Stativ befestigen. Nutzt anschließend einen Selbstauslöser mit einer Verzögerung von zwei Sekunden, einen Fernauslöser oder die Nikon SnapBridge App, um Verwacklungen zu vermeiden.

Sobald ihr euch sicherer fühlt, könnt ihr für vollständige Kontrolle über die Belichtung in den manuellen Modus wechseln. In jedem Fall aber solltet ihr im RAW- statt im JPEG-Format fotografieren: RAW-Dateien enthalten mehr Bildinformationen und bieten euch später bei der Bearbeitung mehr Flexibilität.

Eine ausdrucksstarke Bildkomposition lenkt den Blick. Nikon Z 8 + NIKKOR Z 24-120mm f/4 S, 83 mm, 1/100 s, f/8, ISO 100 © Stefan Forster

Nikon magazine - Landscapes with Stefan Forster
Klassische Bildgestaltung

Eine gute Komposition in der Landschaftsfotografie lenkt den Blick ins Bild. Gerade bei Aufnahmen mit einem Weitwinkelobjektiv ist die Überlegung besonders wichtig, was auf das Bild kommt und wie die einzelnen Elemente zueinander in Beziehung stehen. Eine klare Trennung von Vorder-, Mittel- und Hintergrund erzeugt ein starkes Gefühl von Tiefe. Führungslinien, Formen und Muster wiederum lenken den Blick durch die Szene oder auf euer Hauptmotiv.

Wenn ihr eine Bildkomposition gefunden habt, die euch gefällt, dann gebt euch nicht gleich mit dem ersten Blickwinkel zufrieden. Bewegt euch und probiert verschiedene Kamerahöhen aus. Schon eine kleine Veränderung sorgt oft für ein anderes Verhältnis zwischen den verschiedenen Bestandteilen der Szene.

Für einen leichteren Einstieg findet ihr hier ein paar klassische Techniken zur Wahl eures Bildausschnitts, um eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen zu erstellen.

Nutzt die verschiedenen Ebenen – Vorder-, Mittel- und Hintergrund –, um euren Landschaftsaufnahmen mehr Ausdruckskraft zu verleihen. Von links nach rechts: © Federico Penta Nikon Z 8, 24 mm, 1/200 s, f/4, ISO 100 © André Alexander Nikon Z 7 + NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 70 mm, 1/1000 s, f/2.8, ISO 64 © Nicolas Jægergaard

Schichtstrukturen

Durch die Schaffung von Tiefe lässt sich jede Landschaft ansprechender und dreidimensionaler gestalten, statt schlichtweg platt zu wirken. Stellt euch dazu die Szene in drei Teilen vor: Da ist der Vordergrund, der euch am nächsten liegt, wie zum Beispiel Steine oder Blumen. Dann die Mitte des Bildausschnitts, wie etwa eine Kirche in einem Tal. Und dann der Hintergrund, der am weitesten entfernt liegt, vielleicht ferne Hügel oder der Himmel. Ein starker Vordergrund zieht den Betrachter förmlich ins Bild, während Elemente im Mittelgrund dabei helfen, den Blick tiefer in die Szene zu lenken, bevor er den Hintergrund erreicht.

Platziert wichtige Bereiche entlang der vertikalen und horizontalen Linien des 3x3-Rasters sowie an den Schnittpunkten. Nikon Z 9 + NIKKOR Z 100-400mm f/4.5-5.6 VR S, 100 mm, 1/1600 s, f/4.5, ISO 640 © Bircan Harper

Amateur Photographer of the Year 2025 Winner, Bircan Harper. Perfect Storm, captured in Kenya's Maasai Mara, golden hour before sunset a storm swept across the plains. Awarded 6th place in Landscape Round
Die Drittelregel

Teilt den Bildausschnitt sowohl horizontal als auch vertikal drei gleich große Teile, indem ihr zwei waagerechte und zwei senkrechte Parallelen zieht. Positioniert die wichtigen Elemente auf diesen Linien – beispielsweise setzt ihr den Horizont auf die untere Linie, um mehr von einem beeindruckenden Himmel zu zeigen, oder auf die obere, um einen interessanten Vordergrund besser hervorzuheben. Für noch mehr Wirkung platziert ihr einen wichtigen Blickpunkt – einen Baum, ein Gebäude oder einen Berggipfel – in die Nähe eines der vier Schnittpunkte der Linien. Hierbei unterstützt euch das Drittelraster auf eurer spiegellosen Nikon-Z-Kamera. Geht dazu einfach in das benutzerdefinierte Menü (Bleistift-Symbol), wählt „d“ für „Aufnahme/Anzeige“, dann „Rastertyp“ und anschließend „3x3“ – und schon könnt ihr loslegen!

Nikon magazine - Photographing in direct sunlight
Kristof Göttling's images for Nikon magazine
Geschwungene, gerade und sogar Zickzacklinien in einem Landschaftsbild lenken den Blick. Von links nach rechts: Nikon Z 7II © Kristof Göttling Nikon Z 6II + NIKKOR Z 14-24mm f/2.8 S, 20 mm, 1/4000 s, f/5.6, ISO 100 © Nicolas Jægergaard
Führungslinien

Führungslinien lenken den Blick auf euer Hauptmotiv oder tiefer in die Szene hinein. Sie können sich offen zeigen, zum Beispiel als Straße, Zaun, Fluss oder Weg – oder subtil, wie durch Erhebungen, Schatten oder Veränderungen in Farbe und Struktur. Sie können gekrümmt, im Zickzack oder gerade verlaufen. Achtet einfach auf markante Linien in eurer Landschaft und verbindet damit verschiedene Teile eurer Komposition – idealerweise so, dass der Blick in das Bild hinein- und darin herumgelenkt wird statt heraus.

Rahmt den zentralen Blickpunkt eurer Landschaft ein, um sie interessanter zu gestalten und den Blick darauf zu lenken. Von links nach rechts: Nikon Z 7II + NIKKOR Z 14-30mm f/4 S, 18 mm, 1/320 s, f/4.5, ISO 100 © André Alexander Nikon Z 7 + NIKKOR Z 14-24mm f/2.8 S, 24 mm, 1/3200 s, f/2.8, ISO 320 © André Alexander © David Evans

Framing

Eine kreative Möglichkeit, einer einfachen Szene mehr Wirkung zu verleihen, besteht darin, mit den vorhandenen Elementen einen natürlichen Rahmen um euer Hauptmotiv zu schaffen. Das Motiv muss nicht vollständig umrahmt sein. Aber einfache Dinge wie Äste, bunte Blätter, Felsformationen, Flüsse, Torbögen und andere Bauwerke können dazu beitragen, die Aufmerksamkeit auf den gewählten Blickpunkt zu lenken. Ein Rahmen vermittelt zudem Tiefe und Kontext, was das Gefühl erzeugt, in die Landschaft hineinzublicken, statt sie nur zu betrachten.

nikon-image
Nikon magazine - Landscapes with Stefan Forster
Platziert den Horizont mittig, wenn ihr in einer Landschaftskomposition Spiegelungen und Symmetrie einsetzt. Von links nach rechts: Nikon Z 8 + NIKKOR Z 14-24mm f/2.8 S, 22 mm, 60 s, f/7.1, ISO 100 © Stefan Forster Nikon Z 7, 17 mm, 1/50 s, f/4, ISO 100 © André Alexander
Spiegelungen und Symmetrie

Spiegelungen verleihen einer Landschaft ein wunderbares Gefühl von Ausgewogenheit. Sie verstärken auch ihren Eindruck, weil symmetrische Kompositionen von Natur aus das Auge erfreuen. Ein klassisches Beispiel dafür ist ein Berg, der sich in einem stillen See spiegelt. Bei dieser Technik solltet ihr den Horizont mittig platzieren, damit das Motiv und sein Spiegelbild oberhalb und unterhalb gleichermaßen viel Platz einnehmen. Für eine scharfe, spiegelgleiche Reflexion ist ruhiges Wasser entscheidend. Eine längere Belichtungszeit kann zwar kleine Wellen glätten. Sie kann jedoch kein Spiegelbild erzeugen, wenn das Wasser durch Wind aufgewühlt wird.

Symmetrie entsteht jedoch nicht immer nur durch Spiegelung: Ein gerader Weg, ein Fluss oder eine Baumreihe in der Mitte des Bildes sorgt für eine ebenso eindrucksvolle vertikale Gleichseitigkeit. Positioniert euch einfach so, dass die Mittellinie genau durch den Bildausschnitt verläuft und beide Seiten ausgewogen wirken.

© Nicolas Jægergaard

Nikon magazine

So – nun kennt ihr die Grundlagen und seid bereit, Spaß zu haben! Schnappt euch eure Kamera, geht nach draußen und setzt mit diesen kreativen Landschafts-Challenges alles Gelernte in die Praxis um.

Projekte zum Ausprobieren
Nikon magazine
Nikon magazine - Photographing in direct sunlight
Besucht denselben Ort mehrmals im Laufe eines Tages, um zu sehen, wie sich das wechselnde Licht darauf auswirkt. Von links nach rechts: Nikon Z 9 + NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 36 mm, 1/1600 s, f/4.5, ISO 200. Nikon Z 9 + NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 30 mm, 2 s, f/10, ISO 100 © Nicolas Jægergaard

Eine Landschaft, viele Ansichten

Findet euren Lieblingsort bei euch in der Nähe und sucht ihn im Laufe des Tages zu verschiedenen Zeitpunkten auf, zum Beispiel bei Sonnenaufgang, zur Mittagszeit, bei Sonnenuntergang und nach Einbruch der Dunkelheit. Beobachtet, wie sich das wechselnde Licht auf die Landschaft auswirkt. Ihr könntet sogar alle vier Monate wiederkommen, um das Motiv im perfekten Licht der jeweiligen Saison abzulichten. Bearbeitet und druckt eure vier Lieblingsbilder und rahmt sie als Serie ein.

Lasst euch von schlechtem Wetter nicht abschrecken – nutzt es lieber als Anlass, nach draußen zu gehen und stimmungsvolle Bilder einzufangen. Von links nach rechts: Nikon D 850 + AF-S NIKKOR 70-200mm f/2.8E FL ED VR, 200 mm, 1/400 s, f/6.3, ISO 250 © Eeva Mäkinen Nikon ZR + NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S II, 35 mm, 1/400 s, f/3.5, ISO 280 © Nicolas Jægergaard Nikon Z 8 + NIKKOR Z 24-120mm f/4 S, 120 mm, 1/1000 s, f/4, ISO 220 © Antonia Thomsen

Schlechtes Wetter? Wunderschöne Landschaften!

Wartet nicht auf blauen Himmel. Nebel, Regen, Schnee, dicke Wolken und sogar herannahende Gewitter können ein Landschaftsmotiv zum Besseren verändern. Stellt euch der Herausforderung, diese Veränderung auf ganz unterschiedliche Weise einzufangen: Beginnt mit einer Weitwinkelaufnahme und zeigt, wie sich das Wetter über die Szene hinwegbewegt. Fokussiert euch dann auf Details wie Nebelschwaden, die zwischen den Bäumen wabern. Regen, der die Farben intensiviert. Schnee, der an den Ästen haftet. Oder Sonnenstrahlen, die durch die Wolken brechen. Zusammengenommen erzählt diese Bilderserie eine viel facettenreichere Geschichte als ein Einzelbild.

Verwendet ein Stativ und eine lange Belichtungszeit, um Bewegungen wie diese in euren Landschaftsaufnahmen mit Wasserfällen einzufangen. Nikon Z 9 + NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S, 24 mm, 60 s, f/14, ISO 400 © Scott Antcliffe

For Nikon magazine - Long exposure tutorial for water photography

Lasst euch Zeit

Bereit für den nächsten Schritt? Dann geht die Sache langsam an – im wahrsten Sinne des Wortes. Aufnahmen von Szenen mit Bewegung – wie ein rauschender Wasserfall oder hohes Wiesengras, das sich im Wind wiegt – vermitteln eine ganz besondere Atmosphäre. Doch sie erfordern auch einiges an Geschick. Beginnt mit einer Belichtungszeit von etwa 1/2 Sekunde. Probiert dann 1 Sekunde, 2 Sekunden und länger aus, um die Stärke der Unschärfe zu vergleichen. Verwendet ein Stativ, um den Rest der Szene scharf abzubilden. Ist es zu hell für eine ausreichend lange Verschlusszeit, dann nehmt einen ND-Filter hinzu.

Wenn euch traditionelle Landschaftskompositionen zu klischeehaft sind, dann brecht einfach die Regeln und lasst eurer Kreativität freien Lauf. Von links nach rechts: Nikon D 850 + AF-S NIKKOR 24-70mm f/2.8E ED VR, 32 mm, 15 s, f/13, ISO 64 © Federico Penta Nikon Z 7II + NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S, 115 mm, 1/2000 s, f/5.6, ISO 400 © Eeva Mäkinen © Mikko Lagerstedt

Haltet euch an die Regeln – und brecht sie dann!

Sobald ihr Kompositionstechniken wie Drittelregel, Führungslinien und Framing verstanden habt, gönnt euch die Freiheit, sie zu ignorieren! Ihr könntet zum Beispiel ein einzelnes Motiv genau in der Bildmitte platzieren, auf einer Seite viel leeren Raum lassen oder einen bewusst unausgewogenen Bildausschnitt wählen. Vielleicht möchtet ihr sogar erst ein Foto nach den „Regeln“ aufnehmen und dann ein weiteres, das diese bewusst bricht, um zu sehen, welches mehr Wirkung hat.

Wenn ihr die Landschaftsaufnahmen bei Tageslicht beherrscht, dann versucht es als Nächstes mit Nachtaufnahmen. Von links nach rechts: Nikon Z 9, 20 s, f/2.8, ISO 6400 © Göran Strand © Mikko Lagerstedt Nikon D 810 © Mikko Lagerstedt

Landschaften bei Nacht

Packt eure Kamera nicht weg, bloß weil die Sonne untergeht! Landschaften zeigen sich bei Nacht oftmals von einer ganz anderen Seite: mit bunten Stadtlichtern, mondbeschienenen Hügeln oder pechschwarzem Himmel voller Sterne. Seid ihr zur richtigen Zeit am richtigen Ort, bekommt ihr vielleicht sogar die Milchstraße oder Nordlichter aufs Bild. Probiert bei beleuchteten Landschaften und Stadtansichten längere Belichtungszeiten aus, um den ISO-Wert niedrig zu halten und viele Details zu bewahren. Wenn ihr Sterne fotografieren möchtet, wählt eine klare Nacht. Fotografiert mit Offenblende und haltet die Belichtungszeit kurz genug, um keine Lichtspuren zu erzeugen. Wollt ihr natürlich lieber Sternspuren aufnehmen, dann haltet die Bewegung am Himmel mit einer deutlich längeren Belichtungszeit fest. Verwendet ein Stativ und einen Fern- oder Selbstauslöser, um Verwacklungen zu vermeiden. Denkt auch an eine Stirnlampe und achtet stets auf eure Sicherheit.

Lust auf mehr? Erfahrt alles Wissenswerte über die Landschaftsfotografie im Nikon-Magazin…

Teilen

Ausgewählte Produkte

nikon-image

Mehr Kreativität entfalten