Was versteht man unter Vergrößerungsfaktor (oder maximaler Abbildungsmaßstab)?
Jedes Objektiv hat einen Vergrößerungsfaktor, aber was bedeutet das und wann ist er wichtig?
In den technischen Daten eines jeden Objektivs findet man unter anderem den Vergrößerungsfaktor (oder den maximalen Abbildungsmaßstab). Damit wird lediglich ausgedrückt, wie groß ein Motiv auf dem Sensor abgebildet wird im Verhältnis zu seiner tatsächlichen Größe. Wenn ein Objektiv beispielsweise ein „lebensgroßes“ Bild eines 1 cm großen Objekts erzeugt, das auf dem Sensor ebenfalls 1 cm groß ist, beträgt das Vergrößerungsverhältnis des Objektivs 1:1, was oft als 1,0x angegeben wird. Wenn ein 1 cm großes Objekt ein 0,5 cm großes Bild erzeugt, also ein Bild, das halb so groß ist, beträgt das Verhältnis 1:2 (oder 0,5x) und so weiter.

Natürlich bilden die meisten Objektive Motive deutlich kleiner ab als ihre reale Größe. Der maximale Abbildungsmaßstab variiert je nach Objektiv deutlich. Das NIKKOR Z 50mm f/1.4 hat beispielsweise einen 0,17-fachen maximalen Abbildungsmaßstab und das NIKKOR Z 400mm f/4.5 VR S einen 0,16-fachen. In der Vollformatfotografie verfügen echte Makroobjektive jedoch über einen Vergrößerungsfaktor von mindestens 1:1 (oder 1,0x). Dadurch lassen sich extrem detailreiche, bildfüllende Aufnahmen von kleinen Motiven wie Blumen, Insekten oder Miniaturobjekten erstellen.

Tiefenschärfe
Bei Objektiven mit hohem Vergrößerungsfaktor wird die Tiefenschärfe extrem gering. Das ist ideal, um Motive vor einem weichen, unscharfen Hintergrund freizustellen. Die Herausforderung besteht darin, das Motiv trotz einer so geringen Tiefenschärfe präzise scharf zu bekommen. Deshalb arbeiten viele professionelle Makrofotograf:innen zunächst mit Autofokus, um schnell „im Bereich“ zu sein, und wechseln dann für feinste Korrekturen in den manuellen Fokus.
Ruhig halten
Aufgrund der geringen Tiefenschärfe und der geringen Größe des Motivs in der Makrofotografie wirken Effekte wie Kamera-Verwacklungen ebenfalls verstärkt. Daher ist es immer ratsam, ein Stativ zu verwenden und sicherzustellen, dass der Bildstabilisator, sofern vorhanden, am Objektiv und/oder der Kamera aktiviert ist.
Was bedeutet „Makro“?
Ein Objektiv wird als Makroobjektiv bezeichnet, wenn es bei Verwendung an einer Vollformatkamera eine Vergrößerung von 1,0x (oder mehr) aufweist. So gilt das NIKKOR DX MC 35mm f/1.7 mit einem maximalen Abbildungsmaßstab von 0,67x als Makroobjektiv. Denn auf einer Vollformatkamera entspricht das einem Wert von 1,0x, wie ihr in der folgenden Abbildung sehen könnt.

Spielt die Sensorgröße also eine Rolle?
Absolut. Auch wenn der Abbildungsmaßstab des Objektivs gleich bleibt, wirkt das Motiv auf einem kleineren Sensor größer im Bildausschnitt. Dadurch verändert sich die Bildwirkung und das Motiv füllt mehr Fläche im Foto.

Welche Nikon-Optionen habe ich für die Makrofotografie?
Für Vollformatkameras sind das NIKKOR Z MC 50mm f/2.8 und das NIKKOR Z MC 105mm f/2.8 VR S Makroobjektive mit hervorragender Leistung. Und für DX-Kameras mit Crop-Sensor wie die Nikon Z50II, Z 30 und Z fc ist das NIKKOR DX MC 35mm f/1.7 eine exzellente Wahl für den Einstieg in die Nahaufnahmefotografie.
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