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Photo Finish: Frühjahrs-Challenge

Nikon Team6 Minuten Lesezeit22 Mai 2026Foto-Finish
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Endlich ist der Frühling da und bringt jede Menge frischer Inspiration mit sich. So wie die Natur erwacht, erwacht auch unsere Kreativität – und wie könnte man das besser feiern als mit einer Frühlings-Fotochallenge?

In dieser Frühjahrsausgabe von „Photo Finish“ stellen sich drei Mitglieder der Nikon-Familie einer saisonalen Fotochallenge. Sie zeigen jeweils ihr Frühlingsbild als unbearbeitete RAW-Datei, ihre eigene individuelle Bearbeitung sowie eine finale Version mit einem NIC-Look (Nikon Imaging Cloud) ihrer Wahl. Schauen wir uns an, wie sie die Aufgabe umgesetzt haben …

George Benjamin
Nikon magazine
Writer, Creative Director & Photographer

Das steckt in der Kameratasche

Links: Georges RAW-Datei. Nikon Z 9 + NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S, 200 mm, 1/2000 s, f/2.8, ISO 125. Mitte: Georges individuelle Bearbeitung. Rechts: NIC-Look: Cyanora ©George Benjamin

Das Originalbild

Dieses Bild eines Papageientauchers in der Brutzeit, der Strand-Grasnelken als Nistmaterial im Schnabel trägt, wurde auf der Insel Lunga auf den Hebriden aufgenommen. Ziel war es, ein saisonales Verhalten festzuhalten, das zugleich schön und ein wenig ungewöhnlich wirkte. Ich habe mich ganz flach auf den Boden gelegt, damit der Papageientaucher richtig in die Blumen eingebettet wirkt, und habe mit 200 mm eine schöne Bildkompression erzielt. Mit einer Verschlusszeit von 1/2000 s habe ich die Bewegung eingefroren. f/2.8 sorgte für einen weichen Vorder- und Hintergrund – dafür musste ich allerdings warten, bis sich der Vogel seitlich positionierte. Hätte er mich aus dieser Entfernung direkt angeschaut, wäre der Schnabel möglicherweise scharf gewesen – die Augen hingegen leicht unscharf.

Top-Tipp: Es lohnt sich immer, auf die räumliche Wirkung der Brennweite zu achten. Ein 70–200-mm-Objektiv kann Motiv und Hintergrund selbst aus kurzer Distanz wunderbar miteinander verbinden, weil es sie scheinbar näher zusammenrücken lässt.

Die Bearbeitung

Mein Ziel war es, den Papageitaucher etwas stärker hervorzuheben und das Bild dabei dennoch weich und natürlich wirken zu lassen. Da ich die Belichtung in der Kamera bereits auf die weißen Federn des Vogels abgestimmt hatte, ging es bei der Bearbeitung vor allem darum, die Blumen um ihn herum aufzuhellen und auszubalancieren, ohne dabei Details zu verlieren. In Lightroom Classic habe ich Belichtung, Kontrast, Weißabgleich, Lichter, Schatten, Weiß- und Schwarztöne angepasst, anschließend die Klarheit leicht reduziert und eine dezente Rauschreduzierung hinzugefügt. Außerdem habe ich mit dem Farbmischer Farbton, Sättigung und Helligkeit angepasst, insbesondere bei den Orange-, Gelb-, Rosa- und Violetttönen, damit die Farbpalette satter und ausgewogener wirkt.

Top-Tipp: Findet euren eigenen Stil – das muss gar nichts Extremes sein. Manchmal besteht ein Stil einfach darin, ein Bild so zu bearbeiten, dass es wieder so wirkt, wie es sich beim Fotografieren angefühlt hat.

Der NIC-Look

Für den NIC-Look habe ich mich für „Cyanora“ von Eyes of Belga entschieden, weil er meinem eigenen Bearbeitungsstil am nächsten kam. Er ist weich und pastellartig und passte am besten zu einem Bild, das bereits eine ausgeprägte saisonale Farbpalette aufwies. Ich war wirklich beeindruckt. Der Look hat mehr gemacht, als ich erwartet hatte, besonders wie er die Farben verarbeitet und hervorgehoben hat. Ich hatte das Gefühl, dass die Farben dadurch richtig zur Geltung kommen würden, und genau das ist auch passiert. Die Rosatöne wirken lebendiger, wodurch das Frühlingsgefühl noch stärker hervorgehoben wird. Ich kann absolut nachvollziehen, wie wertvoll ein solcher Look für Fotograf:innen sein kann, die wenig Zeit haben.

Top-Tipp: Wählt einen Look, der sowohl zu eurem Stil als auch zu eurem Motiv passt. Bei meinem Bild wusste ich sofort, dass die Farben eine zentrale Rolle spielen würden. Deshalb habe ich einen Look gewählt, der genau das unterstreicht und verstärkt.

Georges Frühlingschallenge für euch: Wählt einen NIC-Look aus einem Genre, das ihr normalerweise nicht fotografiert, und erstellt damit bewusst eine neue Bildserie. Lasst euch von dem Look einen Tag lang zu einer anderen Sichtweise inspirieren.

Gurvir Johal

Links: Gurvirs RAW-Datei. Nikon Z 8 + NIKKOR Z 85mm f/1.2 S, 1/4000 s, f/1.2, ISO 50. Mitte: Gurvirs individuelle Bearbeitung. Rechts: NIC-Look: Negative Film Yellow&Cyan 02a ©Gurvir Johal

Das Originalbild

Mein Frühlingsbild zeigt eine Frau mit verträumtem Blick in einem fließenden Kleid. Die Komposition funktioniert deshalb so gut, weil die führenden Linien der Pergolabalken und -säulen den Blick des Betrachters auf natürliche Weise auf das Motiv lenken. Die Farbharmonie zwischen Umgebung und Kleid wirkt dabei fast so, als wären sie füreinander geschaffen. Mit f/1.2 und einer Brennweite von 85 mm hebt sich das Motiv weich vom Hintergrund ab. Das zarte frische Grün an den Säulen vermittelt ebenso Frühlingsstimmung wie die rosafarbenen Blüten in den Bäumen und das sanfte, diffuse Licht eines Frühlingstags. Die kühle Pastellpalette wirkt frisch und luftig.

Top-Tipp: Wählt einen Ort mit natürlichen Rahmenelementen (Bögen, Pergolen, Säulen oder sich wiederholenden Strukturen) und verwendet ein Teleobjektiv mit weit geöffneter Blende, um Tiefe und räumliche Trennung zu erzeugen.

Die Bearbeitung

Das Bild hatte bereits eine märchenhafte Atmosphäre, deshalb wollte ich dieses Gefühl lediglich noch etwas verfeinern. Mein Ziel war es, die romantische, weiche und verträumte Wirkung zu bewahren und gleichzeitig die Tiefe und Atmosphäre im Gartenhintergrund zu verstärken. Zudem hob ich die Textur, die Falten und das Volumen des blauen Kleides hervor und formte das Licht so, dass das Motiv strahlender wirkt – die natürlichen Farben bleiben dabei erhalten, wirken aber cinematischer. Zunächst habe ich in Lightroom Classic Anpassungen bei der Objektiv- und Kamerakalibrierung vorgenommen, um Verzeichnungen und Farbfehler zu korrigieren. Dadurch entsteht eine saubere und neutrale Ausgangsbasis. Anschließend habe ich den Weißabgleich angepasst, denn alles andere hängt von einer präzisen Farbneutralität ab, insbesondere die Hauttöne und das Kleid. Für die Retusche in Photoshop habe ich mit subtilem Dodge & Burn, gezielten Farbkorrekturen und Glow-Effekten gearbeitet. Danach kam in Photoshop zusätzlich Frequency Separation zum Einsatz, um die Hautstruktur behutsam auszugleichen.

Top-Tipp: Natürliche Bearbeitungen altern am besten. Beginnt immer mit dem Weißabgleich – darauf baut alles auf. Bearbeitet das Bild erst global und dann lokal. Weniger Klarheit sorgt für bessere Porträts. Verwendet HSL für eine subtile, aber wirkungsvolle Farbsteuerung. „Dodge and Burn“ ist der Schlüssel zu professionell wirkenden Porträts.

Der NIC-Look

Der Frühling besteht nicht immer nur aus pastellfarbenem Sonnenschein, sondern ist oft sanft, kühl, unvorhersehbar und stimmungsvoll. Deshalb wollte ich einen Look, der die melancholische Stimmung des Bildes verstärkt, die Hauttöne aber dennoch anmutig erscheinen lässt. Aus diesem Grund habe ich mich für „Negative Film Yellow&Cyan 02a“ entschieden. Dieser Look arbeitet mit der Szene statt gegen sie – es wirkt bewusst gestaltet und nicht künstlich erzwungen. Die Architektur der Steinsäulen und der Holzpergola wirkt mit gedämpften Tönen besonders schön – der bedeckte Himmel und das weiche Umgebungslicht verleihen dem Bild einen cinematischen Look. Die reduzierte Farbsättigung, insbesondere bei Grün- und Gelbtönen, verhindert, dass das Frühlingslaub zu dominant oder ablenkend wirkt. Das Ergebnis ist eindrucksvoll, dramatisch und hat einen klassischen Filmlook – perfekt für stimmungsvolles Storytelling, fast wie eine Szene aus einem Historiendrama oder romantischen Fantasyfilm.

Top-Tipp: Achtet bei der Auswahl eines Looks darauf, dass er zum Licht passt, nicht nur zum Motiv. Manche Rezepte kommen bei weichem, bewölktem Licht besonders gut zur Geltung – andere hingegen entfalten ihre Wirkung erst in der goldenen Stunde oder bei hartem Sonnenlicht. Die Lichtqualität als Ausgangspunkt zu wählen, liefert meist die besten Ergebnisse.

GurvirsFrühlingschallenge für euch: Wählt eine Szene aus, die den frühen Frühling widerspiegelt. Denkt dabei an Blüten, die ersten Blätter, mildes Wetter oder Landschaften im Übergang zwischen den Jahreszeiten. Nehmt zwei Bilder vom selben Standort und mit demselben Bildausschnitt auf. Wendet zwei unterschiedliche NIC-Looks an: einen warmen, hellen und pastellfarbenen sowie einen kühlen, stimmungsvollen und cineastischen Look. Vergleicht dann, wie stark jeder Look die Emotion, die Frühlingsstimmung und die Bildwirkung verändert.

Frederikke Jensen

Links: Frederikkes RAW-Datei. Nikon Z 9 mit NIKKOR Z 400mm f/2.8 TC VR S, 560 mm, 1/1000 s, f/4, ISO 90. Mitte: Frederikkes individuelle Bearbeitung. Rechts: NIC-Look: Sunkissed Warmth ©Frederikke Jensen

Das Originalbild

Im Norden Dänemarks gibt es ein Naturschutzgebiet, in dem jedes Jahr Füchse ihre Jungen zur Welt bringen – und die sind einfach unglaublich niedlich! Besonders die drei hier auf dem Bild, die freundlicherweise für einen kurzen Moment posiert haben. Diese Jungfüchse und der strahlend blaue Himmel vermitteln für mich ganz klar Frühlingsstimmung. Im Winter sehen wir in Dänemark selten einen blauen Himmel. Mit 1/1000 Sek. stellte ich sicher, dass das Foto auch bei Bewegung der Füchse scharf bleibt – f/4 hielt das Motiv im Fokus und ließ den Hintergrund angenehm weich werden.

Top-Tipp: Beim Fotografieren von Wildtieren sollte man den Tieren stets mit Respekt begegnen und Abstand halten. Deshalb habe ich mit 560 mm und AF-C fotografiert.

Die Bearbeitung

Besonders gefällt mir, dass man sich mit dem eigenen Bearbeitungsstil von anderen Fotograf:innen abheben kann. Ich mochte schon immer eher dunklere, stimmungsvollere Bearbeitungen – genau diesen Look wollte ich auch hier erzielen, um die Füchse zusätzlich stärker von den Felsen im Vordergrund abzuheben. Mit Adobe Lightroom und Photoshop habe ich Belichtung, Kontrast, Schatten und Lichter angepasst. So kann ich später besser beurteilen, welche Farben ich noch verändern möchte.

Top-Tipp: Sucht nach Inspiration in Bildern, die Ihnen gefallen, und experimentiert anschließend in Lightroom und Photoshop, um einen ähnlichen Look zu entwickeln. Ihr werdet schnell herausfinden, was euch gefällt und was nicht, und daraus entwickelt ihr euren eigenen Stil.

Der NIC-Look

Der von mir gewählte NIC-Look war „Sunkissed Warmth“ von Julia Nimke, weil ich das Gefühl hatte, dass „sonnengeküsst“ perfekt geeignet ist, diese Frühlingsstimmung zu unterstreichen. Mir gefällt, wie der Look das Bild sehr warm wirken lässt und fast an die goldene Stunde erinnert. Genau das, was man sich nach einem langen, kalten, grauen dänischen Winter wünscht.

Top-Tipp: Es gibt so viele kostenlose Looks in der Nikon Imaging Cloud, und ständig kommen neue hinzu. Probiert einige davon aus, um herauszufinden, was die Stimmung am besten verstärkt, die ihr vermitteln wollt.

Frederikkes Frühlingschallenge für euch: Der Frühling ist eine Jahreszeit voller Veränderungen! Fotografiert dasselbe Motiv, zum Beispiel eine Landschaft in eurer Nähe, jede Woche von April bis Juni oder unter unterschiedlichen Wetterbedingungen. Und beobachtet, wie stark es sich verändert.

Fühlt ihr euch inspiriert? Wir würden uns freuen, eure Ergebnisse zu sehen! Probiert die NIC-Look-Challenge selbst aus – und mit etwas Glück werdet ihr hier im Nikon Magazine vorgestellt. Besucht uns einfach auf Instagram, um mehr zu erfahren.

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