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24 Stunden in Istanbul mit dem NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR

Figen Kokol10 min read06 Juli 2026Reisen und Abenteuer
Nikon magazine - Figen Kokol in Istanbul with the DX 16-50mm

Begleitet Nikon-Creator Figen Kokol auf einer 24-stündigen Tour durch Istanbul, bei der sie mit dem NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR eine Stadt voller Kontraste einfängt

Istanbul, einst Hauptstadt mehrerer Reiche, ist ein Ort, an dem sich das moderne Leben durch die Ebenen der historischen Vergangenheit zieht – von osmanischen Sehenswürdigkeiten und byzantinischer Architektur bis hin zu geschäftigen Basaren und Panoramablicken über den Bosporus. Für die in Istanbul geborene und aufgewachsene Reiseschriftstellerin und Fotografin Figen Kokol bot dieses visuell beeindruckende Stadtbild die perfekte Kulisse, um das schnelle, vielseitige und leichte NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR zu testen.

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Ortaköy bietet einen der eindrucksvollsten Ausblicke auf Istanbul: Die Moschee, der Bosporus und die Brücke, die zwei Kontinente verbindet, sind hier alle im selben Bild zu sehen. Nikon Z50II und NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR. Von links nach rechts: 16 mm, 1/100 s, f/5.6, ISO 320. 50 mm, 1/100 s, f/10, ISO 100. 16 mm, 1/160 s, f/5, ISO 250 © Figen Kokol

Willkommen in Istanbul: Ortaköy im Morgengrauen

Was Istanbul für Fotograf:innen so besonders macht, ist das Nebeneinander verschiedener Welten. Es ist ein Ort, an dem man buchstäblich zwischen zwei Kontinenten stehen und Vergangenheit und Gegenwart in einem Einzelbild festhalten kann. Doch abgesehen von den Sehenswürdigkeiten ist es vor allem das ständige Gefühl von Bewegung und Kontrast, das Istanbul ausmacht. Das Licht ändert sich schnell. Innerhalb weniger Minuten verwandeln sich ruhige Szenen in chaotische. Jedes Viertel hat seinen eigenen Rhythmus und Charakter. Das macht die Stadt zu einem idealen Ort zum Fotografieren – egal zu welcher Tageszeit –, denn sie erzählt nie zweimal dieselbe Geschichte.

Ich begann den Tag noch vor Sonnenaufgang in Ortaköy, einem der schönsten Orte für auf der europäischen Seite, um den Sonnenaufgang zu erleben. So konnte ich Istanbul in seiner ruhigsten Stunde einfangen – noch bevor die Stadt erwacht. Die Straßen sind weniger belebt, das Licht ist weicher und der Bosporus wirkt fast still. Einer der einzigartigsten Aspekte dieser Gegend ist die Nähe zu drei unterschiedlichen religiösen Sehenswürdigkeiten: Die Ortaköy-Moschee, die Ayios-Fokas-Kirche und die Etz-Ahayim-Synagoge, die gemeinsam die multikulturelle Identität der Stadt widerspiegeln.

Als sich das Licht allmählich veränderte, suchte ich nach kreativeren Bildausschnitten. Dabei nutzte ich den schwenkbaren Bildschirm der Kamera und fotografierte aus tieferen Blickwinkeln, um die Reflexion der Moschee in einer Pfütze einzufangen. So entstand ein Spiegeleffekt, welcher der Szene Tiefe und einen abstrakten Charakter verleiht. Das zeigt, dass schon eine kleine Veränderung der Perspektive einen vertrauten Ort komplett verwandeln kann. Dank des Zoomobjektivs NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR‭ konnte ich den Bildausschnitt im Handumdrehen präzise anpassen – insbesondere bei Aufnahmen mit Spiegelungen, bei denen die Ausrichtung entscheidend ist.

Top-Tipp: Noch vor Sonnenaufgang beginnen. Einige der stimmungsvollsten Momente passieren, bevor die Stadt so richtig zum Leben erwacht. Das Licht am frühen Morgen ermöglicht es einem zudem, beliebte Orte noch vor dem großen Andrang zu fotografieren.

Ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sich das Objektiv am oberen Ende seines Brennweitenbereichs bewährt – und selbst in einer visuell unruhigen Umgebung eine klare Abgrenzung des Motivs ermöglicht. Nikon Z50II und NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR. Von links nach rechts: 50 mm, 1/400 s, f/5.6, ISO 200. 45 mm, 1/400 s, f/4.5, ISO 200. 38 mm, 1/500 s, f/2.8, ISO 200 © Figen Kokol

Farbenfrohe Nahaufnahmen im Emirgan-Park

Nach Sonnenaufgang ging ich ein kurzes Stück am Bosporus entlang bis zum Emirgan-Park, einem der lebhaftesten Orte der Stadt – besonders im Frühling, wenn dort Tausende Tulpen blühen. Hier habe ich nach kleinen Details geschaut und Nahaufnahmen mit geringer Tiefenschärfe aufgenommen. So habe ich die Hauptmotive freigestellt und weichere, stimmungsvollere Hintergründe geschaffen.

Vielseitigkeit ist ein sehr wichtiger Aspekt der Reisefotografie. Der nahtlose Wechsel zwischen Architekturaufnahmen mit langer Belichtungszeit und detailreichen Nahaufnahmen der Natur – ganz ohne Objektivwechsel – macht das Fotografieren effizienter und eröffnet neue kreative Möglichkeiten. Da ich professionelle Nikon Z-Kameras gewohnt bin, war mir die Nikon Z50II sowohl in der Handhabung als auch in der Performance schnell vertraut. Ich schätze besonders, wie kompakt und leicht sie sich anfühlt. In Kombination mit dem NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR ergab sich ein praktisches, flexibles Setup – ideal für Reise- und Straßenfotograf:innen sowie Content-Creators, die auf einer Reise eine Vielzahl von Motiven festhalten möchten. Ohne das Objektiv wechseln oder schwere Ausrüstung mit sich herumtragen zu müssen.

Top-Tipp: Langsam machen und auf Details fokussieren. Man lässt sich leicht durch die Größe und die Vielzahl von Sehenswürdigkeiten überwältigen. Doch einige der faszinierendsten Bilder entstehen durch Details, Farben, Texturen, Muster und deren Zusammenspiel mit dem Licht.

Es ist fast unmöglich, die historische Halbinsel von Istanbul, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, in nur wenigen Bildern vollständig darzustellen – daher habe ich mich vor allem auf architektonische Elemente und filigrane Details konzentriert. Nikon Z50II und NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR. Von links nach rechts: 50 mm, 1/1600 s, f/4, ISO 250. 16 mm, 1/60 s, f/3.2, ISO 1000. 48 mm, 1/80 s, f/3.2, ISO 400. 31 mm, 1/80 s, f/4, ISO 640. 16 mm, 1/60 s, f/2.8, ISO 800. 38 mm, 1/60 s, f/4, ISO 400 © Figen Kokol

Das Herz Istanbuls: Die historische Halbinsel

Am späten Vormittag kam ich auf der historischen Halbinsel an – gerade als die Stadt zum Leben erwachte und das Licht sowohl die Straßen als auch Innenräume zu erhellen begann. In einem relativ kleinen Umkreis befinden sich Moscheen, Kirchen, Museen, Basare und berühmte Locations, von denen jede ihren eigenen Charakter, ihre eigenen Besonderheiten und ihre eigene Atmosphäre hat. Es geht um mehr als nur Architektur – diese Räume sind von einer lebendigen, pulsierenden Kultur umgeben, was das Fotografieren hier sowohl inspirierend als auch herausfordernd macht.

Anstatt zu versuchen, alles einzufangen, habe ich mich darauf konzentriert, architektonische Elemente und die filigranen Details einzufangen, die die visuelle Identität der Stadt prägen. Dabei habe ich sowohl Weitwinkel-Bildausschnitte als auch Nahaufnahmen ausprobiert und das Objektiv unter anspruchsvolleren Bedingungen getestet – insbesondere in Innenräumen mit wenig Licht, wo weiches Tageslicht durch hohe Fenster fällt und dadurch Texturen und Muster hervorhebt. Die Performance des Bildstabilisators und die hohe Lichtstärke erwiesen sich als besonders nützlich, da ich so aus der Hand fotografieren konnte, ohne ein Stativ zu benötigen. Außerdem meisterte das Objektiv schwache Lichtverhältnisse souverän und behielt Schärfe sowie Detailtreue bei. So war es unter gemischten Lichtverhältnissen sehr vielseitig einsetzbar. Der Wechsel zwischen hellen Außenbereichen und schwach beleuchteten Innenräumen kann einen oft ausbremsen – doch hier konnte ich dank der Kombination aus hoher Lichtstärke und effektiver Bildstabilisierung flüssig weiter fotografieren. Letztendlich habe ich mich durch die Umgebung nicht eingeschränkt gefühlt, was bei der Arbeit an einem so Ort wie der historischen Halbinsel, wo es so viel zu sehen gibt, von entscheidender Bedeutung ist.

Top-Tipp: Freihandaufnahmen bei schwachem Licht. Wenn ihr die Möglichkeiten eurer Kamera und eures Objektivs kennt, eröffnen sich viele weitere kreative Möglichkeiten, ohne dass dafür zusätzliche Ausrüstung nötig ist.

Balat ist eines der ältesten Stadtviertel Istanbuls und spiegelt die multikulturelle Vergangenheit der Stadt wider, in der verschiedene religiöse und kulturelle Identitäten seit Jahrhunderten nebeneinander existieren. Nikon Z50II und NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR. Von links nach rechts: 16 mm, 1/200 s, f/8, ISO 200. 21,5 mm, 1/640 s, f/8, ISO 200. 16 mm, 1/640 s, f/7.1, ISO 200 © Figen Kokol

Balat: Wo Altes und Neues in voller Farbpracht aufeinandertrifft

Was einst ein ruhigeres, eher einheimisch geprägtes Viertel war, hat sich zu einem der meistbesuchten Stadtteile entwickelt, der für seine bunten Häuser, engen Gassen und seinen vielschichtigen Charakter bekannt ist. Neben der historischen Vielfalt von Balat findet ihr hier auch Cafés, kleine Restaurants und Boutiquen, die nach und nach Teil der sich wandelnden Identität des Viertels geworden sind. Sie schaffen ein visuell abwechslungsreiches Umfeld, das sich ideal für Straßen- und Dokumentarfotografie eignet. Ich kam am frühen Nachmittag an, als auf den Straßen reges Treiben herrschte und die Farben im intensiveren Tageslicht noch leuchtender wirkten. Wenn man durch die gepflasterten Gassen schlendert, hat man das Gefühl, in einen anderen Rhythmus Istanbuls einzutauchen – einen persönlicheren, facettenreicheren Rhythmus voll visueller Überraschungen. Im Vergleich zu den eher monumentalen Teilen der Stadt bekommt man hier eine völlig andere Perspektive. Hier verlagert sich der Fokus von der prachtvollen Architektur auf den Alltag.

Was mir in Balat am meisten auffiel, war, wie gut das Objektiv mit Farben und Kontrasten umging. Die Farbtöne wirkten natürlich und zugleich lebendig – was gerade an einem Ort, an dem Farben eine so zentrale Rolle spielen, besonders wichtig ist. Dank der Vielseitigkeit des Zooms konnte ich mich zudem schnell an verschiedene Motivsituationen anpassen, ohne dabei aus dem Rhythmus zu kommen.

Top-Tipp: Sich Zeit nehmen und genau hinsehen. Städte offenbaren sich nach und nach. Und manchmal entstehen die besten Bilder, wenn man für ein paar Minuten innehält und einfach nur beobachtet, wie sich das Leben um einen herum entfaltet. Einige der eindrucksvollsten Reisefotos entstehen eher durch kleine Details, Gesten oder Momente zwischen Menschen als durch legendäre Gebäude allein.

Wenn man durch die Straßen von Beyoğlu schlendert, hat man das Gefühl, innerhalb weniger Minuten in verschiedenen Städten zu sein. Nikon Z50II und NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR. Von links nach rechts: 16 mm, 1/8 s, f/22, ISO 100. 16 mm, 1/200 s, f/3.5, ISO 500. 50 mm, 1/100 s, f/11, ISO 160. 16 mm, 1/160 s, f/8, ISO 100 © Figen Kokol

Das pulsierende Beyoğlu

Am späten Nachmittag hatte ich mich nach Beyoğlu begeben – gerade als die Straßen zu Anbruch des Abends immer belebter wurden. Wenn die historische Halbinsel die historische Seele Istanbuls verkörpert, so spiegelt Beyoğlu dessen modernen Rhythmus wider: lauter, schneller und ständig in Bewegung. Nirgendwo trifft dies mehr zu als rund um die İstiklal-Allee, einen der belebtesten und dynamischsten Teile der Stadt, mit mehrstöckigen Gebäuden, einer historischen Straßenbahn, Hotels, Cafés, Bars, Restaurants, Geschäften, Musik, Menschenmengen – und einem Nachtleben, das bis zum Morgengrauen andauert. Diese Gegend ist aus fotografischer Sicht besonders interessant, da sich die Atmosphäre so schnell verändert, wenn man sich durch sie hindurchbewegt.

In Karaköy habe ich die Yeraltı-Moschee (Unterirdische Moschee) fotografiert, eines der optisch beeindruckendsten Gebäude der Gegend. Seine Geometrie, Symmetrie und dramatische Beleuchtung erzeugen eine ganz andere Stimmung als das draußen herrschende Chaos. Hier habe ich mich auf Linien und Perspektive konzentriert und die verschiedenen Brennweiten des Objektivs genutzt, um die architektonische Tiefe des Raums hervorzuheben.

Was mich auf diesem Abschnitt der Route am meisten beeindruckt hat, war, wie anpassungsfähig sich mein Kamera-Setup in den sich ständig verändernden Umgebungen anfühlte. Innerhalb kurzer Zeit wechselte ich zwischen Straßenfotografie in belebten Umgebungen, Aufnahmen bei schwachem Licht in Innenräumen, architektonischen Kompositionen und schnelllebigen Momentaufnahmen hin und her. Dank der kompakten Größe der Kamera und der Flexibilität des Objektivs war es ein Leichtes, mobil und unauffällig zu bleiben – was an einem so belebten Ort wie Beyoğlu von unschätzbarem Wert ist.

Top-Tipp: Eines meiner Lieblingsbilder aus Beyoğlu zeigt die nostalgische Straßenbahn. Ich habe hier eine Mitziehtechnik eingesetzt, um ein Gefühl von Bewegung und Energie zu erzeugen. Ich wollte den pulsierenden Rhythmus des Viertels widerspiegeln. Indem ich die Bewegung der Straßenbahn anhand der Kamera mit einer längeren Verschlusszeit verfolgte, gelang es mir, die Straßenbahn relativ scharf abzubilden. Die Menschenmenge und die Straße im Hintergrund wirken durch die Bewegung verschwommen.

Möwen umkreisen die Fähre auf ihrem Weg zur asiatischen Seite Istanbuls. Für mich eine perfekte Gelegenheit, die Autofokus-Fähigkeiten der Kamera zu testen. Nikon Z50II und NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR. Von links nach rechts: 16 mm, 1/4000 s, f/2.8, ISO 400. 32,5 mm, 1/3200 s, f/2.8, ISO 400. 40 mm, 1/60 s, f/4.5, ISO 400 © Figen Kokol

Überquerung des Bosporus

Ich stieg in die historische Fähre der Şehir Hatları ein, die mich von Eminönü nach Kadıköy, von Europa nach Asien bringen sollte – gerade als das Licht über dem Bosporus allmählich weicher wurde. Für die meisten Menschen, die hier leben, gehört die Überfahrt von einem Kontinent zum anderen zum Alltag. Doch für mich war die Fähre schon immer eines der ganz besonderen Erlebnisse in dieser Stadt. Manchmal, vor allem früh am Morgen, schwimmen Delfine neben dem Schiff her, während man am Abend die wechselnden Farben des Sonnenuntergangs bewundern kann. Und natürlich eines der bekanntesten Rituale auf den Istanbuler Fähren: das Füttern der Möwen, die durch die Luft schwirren, um ein Stückchen Simit, ein Sesamkringel aus Hefeteig, zu erhaschen.

Dieser Abschnitt der Reise bot mir die Gelegenheit, die Autofokus-Fähigkeiten der Z50II in einer deutlich dynamischeren Umgebung zu testen. Durch die Kombination des Autofokusmodus zur Vogelerkennung mit 3D-Tracking gelang es mir, die unvorhersehbaren Bewegungen der Möwen überraschend gut zu verfolgen. Vögel in Bewegung von einem fahrenden Schiff aus zu fotografieren, kann eine Herausforderung sein, aber die Kamera reagierte schnell und half mir, mit den sich rasch ändernden Szenen Schritt zu halten.

Top-Tipp: Versucht nicht, eine Szene zu kontrollieren, sondern lasst euch von der Bewegung leiten – und haltet eure Kamera bereit, denn die besten Momente sind oft schon nach wenigen Sekunden vorbei.

Nikon magazine - Figen Kokol in Istanbul with the DX 16-50mm
Nikon magazine - Figen Kokol in Istanbul with the DX 16-50mm
An der Uferpromenade von Kadıköy verlangsamt sich das Tempo. Menschen versammeln sich, um den Sonnenuntergang zu genießen, verweilen mit Freunden oder halten einfach inne, um die Fähren zu beobachten, die den Bosporus überqueren. Nikon Z50II und NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR. Links/unten: 26,5 mm, 1/2500 s, f/2.8, ISO 400. Rechts/oben: 25 mm, 1/3200 s, f/2.8, ISO 400 © Figen Kokol
Sonnenuntergang und Stille an der Uferpromenade von Kadıköy

Als ich in Kadıköy ankam, war es kurz vor Sonnenuntergang. Kadıköy liegt auf der asiatischen Seite Istanbuls und ist eines der lebhaftesten Viertel der Stadt. Doch trotz all dieser Lebendigkeit hat die Küste einen ganz anderen Rhythmus, besonders gegen Ende des Tages. Für viele Menschen wird die Uferpromenade dann zu einem Ort um innezuhalten. Genau diese Balance zwischen Bewegung und Ruhe war der Grund, warum ich diesen Zwischenstopp in meine Tour einbauen wollte. Es ist ein toller Ort, um eine stillere und besinnlichere Seite der Stadt einzufangen.

Top-Tipp: Verwendet eine kürzere Brennweite, um sowohl die Motive als auch die Umgebung einzubeziehen, damit sich die Betrachtenden als Teil der Szene und nicht von ihr isoliert fühlen.

Der Leanderturm liegt direkt vor der Küste von Üsküdar und ist ein jahrhundertealtes Bauwerk, um das sich unzählige Mythen und Legenden ranken. Nikon Z50II und NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR. Von links nach rechts: 50 mm, 3 s, f/11, ISO 125. 16 mm, 1/60 s, f/2.8, ISO 500. 16 mm, 1/50 s, f/2.8, ISO 800 © Figen Kokol

Üsküdar nach Sonnenuntergang: Gute Nacht, Istanbul

Als es dunkel wurde, machte ich mich auf den Weg nach Üsküdar, einem der ältesten Viertel der Stadt, um eines der markantesten Wahrzeichen Istanbuls zu fotografieren, das fast schon ein Mythos ist: den Leanderturm. Das kürzlich restaurierte Bauwerk ist nach wie vor eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit, wenn es vor der Skyline des Bosporus beleuchtet wird. Ich stabilisierte meine Kamera mithilfe des Geländers am Ufer und wählte eine längere Belichtungszeit, um das Wasser weicher wirken zu lassen und eine ruhigere Atmosphäre über dem Bosporus zu schaffen. Dabei fuhr eine Fähre durchs Bild und sorgte so für einen dezenten Bewegungsstreifen.

Top-Tipp: Nehmt euch Zeit, die Bewegung zu beobachten, anstatt euch nur auf das Wahrzeichen selbst zu konzentrieren. Fähren, Spiegelungen, Silhouetten und wechselnde Lichtverhältnisse verleihen einem Bild oft mehr Emotionalität als das Bauwerk allein. Außerdem kann eine stabile Auflagefläche kreative Möglichkeiten eröffnen, ohne dass ein Stativ benötigt wird.

Nikon magazine - Figen Kokol in Istanbul with the DX 16-50mm
Nikon magazine - Figen Kokol in Istanbul with the DX 16-50mm
Unbeschwert unterwegs! Mit einer kompakten und vielseitigen Ausrüstung habt ihr mehr Bewegungsfreiheit, könnt schnell reagieren und bleibt auch an einem langen Reise-Foto-Tag kreativ. © Figen Kokol
Figens abschließende Gedanken …

Nachdem ich 24 Stunden lang mit der Nikon Z50II und dem NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR in Istanbul fotografiert habe, hat mich am meisten beeindruckt, wie natürlich sich die Ausrüstung im Laufe des Tages an die verschiedenen Situationen angepasst hat. Von Stadtansichten in der blauen Stunde über belebte Straßen und Innenaufnahmen bei schwachem Licht bis hin zu Fotos auf Fähren, in schnelllebigen Momenten und bei Nacht – die Arbeit damit war stets flexibel und unkompliziert. Gerade bei der Reisefotografie halte ich diese Ausgewogenheit für unglaublich wichtig. Eine Kamera sollte es einem ermöglichen, sich ganz auf das Beobachten und Erleben eines Ortes zu konzentrieren – anstatt ständig über die Ausrüstung nachdenken zu müssen.

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