Vielseitige Brennweiten für alle Genres: das NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR
Landschaften, Porträts, Makroaufnahmen? Was kann das neue NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR eigentlich nicht? Profi Andreas Permadi, einer der ersten, der das neue Objektiv getestet hat, findet es für uns heraus …
An fünf atemberaubenden Orten auf Bali hat der Hochzeits- und Lifestyle-Fotograf Andreas Permadi das neue NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR mit seiner Nikon Z50II kombiniert, um herauszufinden, wie vielseitig dieses Allround-Objektiv wirklich ist. „Schon als ich es in die Hand nahm, fühlte es sich einfach richtig an“, sagt er. „Meine erste Reaktion war pure Begeisterung, und ich konnte es kaum erwarten, es auszuprobieren.“
Von einer abgelegenen Hütte in der Bergregion von Jatiluwih über die schwarzen Strände von Canggu bis hin zum lebhaften Skatepark in Kuta und den idyllischen weißen Stränden an Balis Südküste: Andreas stellte das Objektiv unter unterschiedlichsten Bedingungen auf die Probe. Dabei fing er eine ganze Bandbreite an Genres ein – von Porträts und Low-Light über Landschaft und Action bis hin zu Makro. So hat es abgeschnitten …
„Ich habe denselben Brennweitenbereich verwendet, den ich normalerweise für Hochzeitsporträts verwende. So konnte ich eine realistische Perspektive beibehalten und gleichzeitig die durchgehende Lichtstärke von 1:2,8 nutzen, um die Motive hervorzuheben und die Aufmerksamkeit auf ihre Mimik zu lenken.“ Z50II mit NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR bei 33 mm, f/2.8, 1/200 s und ISO 200, ©Andreas Permadi
Porträts
Umgeben von majestätischen Vulkanen und üppiger Natur bot die Bara Mountains Cabin, der bevorzugte Urlaubsort seiner Familie, dem Profi eine wunderschöne, abgeschiedene Kulisse: perfekt für authentische Momente fernab vom Trubel des Alltags. „Als Hochzeits- und Porträtfotograf tendiere ich natürlich zu den klassischen Brennweiten im mittleren Bereich“, erklärt er. „Sie eignen sich hervorragend für das Storytelling – weit genug, um die Szene einzufangen, und dennoch eng genug, um Emotionen zu isolieren. Dieses Objektiv bietet einen sehr intuitiven Arbeitsbereich. Es hat sich nahtlos in meinen üblichen Workflow eingefügt, ohne dass ich meine Arbeitsweise überdenken musste.“
Andreas nutzte die durchgehende Lichtstärke von 1:2,8 über den gesamten Zoombereich voll aus. So erzielte er eine weiche Bildwirkung und eine sanfte Freistellung seines Motivs – für einen schmeichelnden, natürlichen Look, der für seine Arbeit entscheidend ist. „Es gab keine abrupten Übergänge, und die Hintergrundunschärfe wirkt natürlich und elegant, sodass sie das Motiv unterstützt und nicht überlagert“, erklärt er. „Dank Blende f/2.8 war es viel einfacher, die gewünschte Tiefenschärfe zu kriegen, selbst bei minimaler Beleuchtung.“
Top-Tipp: „Nutzt die Augenerkennung. Es fühlt sich fast wie ein Cheat-Modus an, vor allem wenn man Motive in Bewegung fotografiert. Damit gelingen ausdrucksstarke, scharfe Porträts ganz ohne Stress, sodass ihr euch voll und ganz auf den Moment konzentrieren könnt.“
„Für dieses Bild habe ich mit einer großen Blende von f/2.8 bei einer Brennweite von 16 mm experimentiert. Die Motive sind bewusst auf verschiedenen Ebenen positioniert, und nicht gleichmäßig angeordnet. Mit Licht von der Seite konnte ich bei diesem Setup testen, wie das Objektiv Tiefe, Perspektive und Freistellung wiedergibt, während die Belichtung und Schärfe über das gesamte Bild hinweg gleich bleiben.“ Z50II mit NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR bei 16 mm, f/2.8, 1/500 s und ISO 100, ©Andreas Permadi
Wenig Licht
Wie die meisten Hochzeitsfotografen holt Andreas oft das letzte Fünkchen Licht aus Innenräumen heraus. Oder wenn er nachts dem Umgebungslicht ausgeliefert ist. Mit der durchgängigen Lichtstärke von 1:2,8 sind solche Situationen jedoch kein Problem mehr, sagt er. „Das hat mich definitiv abenteuerlustiger gemacht“, erklärt er. „Zu wissen, dass die Lichtstärke über den gesamten Zoombereich hinweg konstant bleibt, hat einen großen Einfluss darauf gehabt, wie weit ich gehen wollte. Ich konnte die Bildqualität aufrechterhalten, ohne die ISO-Empfindlichkeit übermäßig erhöhen zu müssen. Darüber hinaus verfügt das Objektiv über eine Bildstabilisierung von bis zu 4,5 Blendenstufen – was sehr deutlich spürbar ist. Das nimmt einem die Angst vor Unschärfe, insbesondere bei Innen- oder Nachtaufnahmen. Man gewinnt zusätzliche Sicherheit bei Freihandaufnahmen, wenn man die Belichtungszeit verlängern und dennoch scharfe Bilder erzielen möchte. Schlechten Lichtverhältnissen begegne ich so viel entspannter und intuitiver.“
Top-Tipp: „Vertraut beim Fotografieren aus der Hand auf die Bildstabilisierung. Bei schlechten Lichtverhältnissen oder in Innenräumen könnt ihr die Verschlusszeit etwas verlängern, flexibel bleiben und weiterarbeiten, ohne sich ständig Gedanken über Verwacklungen machen zu müssen.“
„Für diese Nahaufnahme habe ich bewusst eine weite Brennweite verwendet, um eine dynamischere und unkonventionellere Perspektive zu erzielen. Dieser Ansatz ermöglichte es mir, eine geringe Tiefenschärfe mit Elementen der Umgebung im Hintergrund zu kombinieren. So wurden sowohl die Freistellung des Motivs als auch die narrative Tiefe verstärkt.“ Z50II mit NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR bei 17,5 mm, f/2.8, 1/160 s und ISO 200, ©Andreas Permadi
Makro
„Die Makroaufnahmen haben mich am meisten überrascht“, verrät Andreas. „Die Naheinstellgrenze ist beeindruckend nah!“ So nah, dass man bei 16 mm eine Naheinstellgrenze von 15 cm und bei 50 mm von 25 cm hat. „Das hatte großen Einfluss darauf, wie ich mit detailreichen Szenen umgegangen bin“, sagt er. „Ich konnte viel näher ran als erwartet und fast makroartige Bilder machen, ohne das Objektiv zu wechseln. Es ist perfekt für Fotograf:innen, die Details festhalten möchten.“
Top-Tipp: „Habt keine Angst, nah heranzugehen und mit Motiven zu experimentieren, die ihr noch nie ausprobiert habt. Wenn ihr mit einer Blende f/2.8 arbeitet, ändert sich eure Sichtweise auf die Tiefenschärfe und die Freistellung des Motivs.
„Der Autofokus mit Augenerkennung konnte das Auge des Hundes zuverlässig erkennen und verfolgen, selbst bei Bewegungen. Das ist besonders nützlich, wenn man spontane oder unvorhersehbare Momente festhalten möchte.“ Z50II mit NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR bei 16 mm, f/2.8, 1/500 s und ISO 200, ©Andreas Permadi
Landschaftsaufnahmen
„Was ich an Bali am meisten liebe, ist der nahtlose Übergang der Landschaften“, schwärmt Andreas, als er seine Ortswahl für das Shooting erklärt. „Von der Ruhe der Reisterrassen bis hin zum weiten Horizont des Strandes: Alles lädt zu Bewegung, Erkundung und entspannten Momenten ein.“
Auf dem Weg zu den legendären schwarzen Sandstränden von Pig Stone Beach und den berühmten Reisterrassen von Canggu räumt Andreas ein, dass dieses Objektiv normalerweise nicht die erste Wahl für Outdoor-Enthusiasten ist, die Landschaften fotografieren möchten. Aufgrund des Brennweitenbereichs von 16 bis 50 mm, der im Vollformat 24 bis 75 mm entspricht, empfiehlt er jedoch, das Potenzial für kreative Kompositionen nicht zu unterschätzen.
„Der äußerst praktische Brennweitenbereich macht dieses Objektiv ideal für Real-World-Fotografie, wo ein Objektiv erforderlich ist, das mit den Anforderungen Schritt hält, ohne hinderlich zu sein. Außerdem ist es deutlich leichter“, erklärt Andreas, der traditionell mit dem mehr als doppelt so schweren NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S arbeitet. „Es wiegt nur 330 g und aufgrund seines kompakten und leichten Designs konnte ich es den ganzen Tag benutzen. Es ist das leichteste Zoom, das ich je in dieser Kategorie verwendet habe. Das geringere Gewicht ermöglicht eine reibungslosere Fokussierung und einen dynamischeren Arbeitsablauf, sodass ich mich freier bewegen und schnell auf neue Situationen reagieren kann. Tatsächlich konnte ich auch einige Sessions in den Reisfeldern mit nur einer Hand fotografieren und mich dabei schnell neu positionieren. Das erleichterte die Gestaltung von Weitwinkelaufnahmen ohne Stativ, insbesondere bei wechselnden Lichtverhältnissen.“
Was im Laufe der Zeit als gewöhnlich empfunden wird, entfaltet eine stille Schönheit, wenn man innehält und es betrachtet. Dieses Bild wurde beim Testen der Bildstabilisierungsfunktion des Objektivs aufgenommen. Selbst bei einer relativ langen Verschlusszeit von 1/50 s konnte ich bei Freihandaufnahmen ein scharfes Ergebnis erzielen. Das VR-System hat sich bei der Bildstabilisierung als sehr effektiv erwiesen, was insbesondere bei Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen und bei Sonnenuntergängen von Vorteil ist.“ Z50II mit NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR bei 38 mm, f/14, 1/50 s und ISO 100, ©Andreas Permadi
Apropos wechselndes Licht: Andreas fand das Objektiv besonders für Sonnenuntergänge reizvoll. „Es ist perfekt für Landschaften in der Goldenen Stunde und das Objektiv hat eine einfache Bedienung bei Gegenlicht“, sagt er. „Kontrast, Farben und Streulicht sind auch bei Aufnahmen direkt ins Licht sehr ausgewogen. Selbst bei langen Verschlusszeiten wie 1/50 s gab es dank der scharfen Optik und dem eingebauten Bildstabilisator keine sichtbaren Unschärfen.“
Top-Tipp: „Verwendet das Weitwinkelende, also etwa 16 bis 20 mm, und blendet auf etwa f/8 bis f/11 ab, um die Schärfe bis zum Rand zu maximieren. Verwendet den Zoom auch kreativ: Um die Bildkomposition zu optimieren, ohne euch dabei viel bewegen zu müssen, vor allem bei unebenem Gelände wie an Stränden oder in Reisfeldern.“
„Meine älteste Tochter Laia stand mit sieben Jahren zum ersten Mal auf einem Skateboard. Von diesem Moment an wurde Bewegung Teil ihrer Sprache. Dank des schnellen Autofokus konnte ich dieses Motiv in Bewegung scharf einfangen und mit einer kurzen Belichtungszeit die Action einfrieren. Das Objektiv und die Kamera reagierten schnell und konnten mit schnellen, unerwarteten Bewegungen Schritt halten.“ Z50II mit NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR bei 16 mm, f/2.8, 1/640 s und ISO 100, ©Andreas Permadi
Action
Um die Fähigkeit des Objektivs bei Bewegungen zu testen, begab sich Andreas an einen Lieblingsort seiner Familie: In den Skatepark von Kuta, den er wöchentlich mit seinen Töchtern besucht. „Es ist zu einem kleinen, aber bedeutungsvollen Ritual in unserem Alltag geworden“, erklärt er. „Ich wollte, dass diese Fotos lebendig wirken, voller Bewegung und Energie. Glücklicherweise konnte ich mit kurzen Verschlusszeiten Bewegungen einfrieren und Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen scharf einfangen. In anderen Fällen konnte ich mit längeren Verschlusszeiten und Schwenks ein Gefühl von Bewegung erzeugen und gleichzeitig das Motiv relativ scharf halten. Der Autofokus ist sehr präzise und funktioniert in Kombination mit der Augenerkennung außergewöhnlich gut – selbst bei schwierigen oder schlechten Lichtverhältnissen.“
Auch für Sportaufnahmen bewertet Andreas das leichte Design als vorteilhaft. „Da das Objektiv so leicht ist, konnte ich mich schnell bewegen, das Motiv leichter verfolgen und die Brennweite reibungslos ändern, um den richtigen Bildausschnitt zu finden“, erklärt er begeistert. „Dadurch war es wesentlich einfacher, unvorhersehbaren Bewegungen zu folgen und auf die schnellen Veränderungen zu reagieren.“
Top-Tipp: „Antizipiert Bewegungen, anstatt auf sie zu reagieren. Positioniert euch dort, wo das Motiv am wahrscheinlichsten vorbeikommt. Nutzt dann den gesamten Fokusbereich, um den Bildausschnitt fein abzustimmen, anstatt ständig euren Abstand zu ändern.“
„Bei diesem Bild habe ich bewusst mit starkem Gegenlicht fotografiert, um die Lichtverhältnisse herauszufordern. Selbst bei hellem Hintergrund bleiben die Gesichtsdetails gut erhalten, was zeigt, wie das Objektiv Kontraste verarbeitet – und gleichzeitig natürliche Hauttöne und eine ausgewogene Belichtung beibehält.“ Z50II mit NIKKOR Z DX 16-50mm f/2.8 VR bei 20,5 mm, f/2.8, 1/200 s und ISO 100, ©Andreas Permadi
Abschließende Gedanken …
„Nachdem ich alle Genres fotografiert habe, von Familien- über Hochzeitsfotos, von Low-Light zu Landschaften, Action und Makroaufnahmen, kann ich ehrlich sagen, dass dieses Objektiv wirklich ein vielseitiges Tool ist. Es passt sich mühelos an unterschiedliche Motive und Stile an und ist ein großartiges Allround-Objektiv.“
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