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Mit Bokeh zu stimmungsvollen Aufnahmen mit dem NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7

Anna Janecka 5 Minuten Lesezeit01 Apr. 2026Food
Nikon magazine - Using bokeh for mood with the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7

Bokeh und Essen passen perfekt zusammen. Aber was passiert, wenn man die Blende auf f/1.7 öffnet? Die Fotografin Anna Janecka berichtet über das neue DX-Makroobjektiv von Nikon

Als Food-Fotografin und -Stylistin konzentriere ich mich auf Bilder, die eine persönliche und einladende Atmosphäre vermitteln. Als Nikon mich bat, das NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7 auf der Nikon Z50II zu testen, wollte ich herausfinden, wie dieses kompakte Objektiv den Spagat zwischen Schärfe und Unschärfe in der Food-Fotografie meistern würde. Bokeh ist nicht nur ein technischer Effekt, sondern eine Möglichkeit, Stimmung zu erzeugen. Das richtige Maß an Sanftheit kann das einfache Einschenken von Tee zu einem Moment der Ruhe machen. Mit seiner Blende von f/1.7 und seinen Makrofunktionen eignet sich dieses Objektiv sowohl für Nahaufnahmen als auch für Aufnahmen mit größerem Bildausschnitt. Die Brennweite von 35 mm bietet einen Bildwinkel, der einem Sehfeld von 52,5 mm entspricht – eine natürliche Perspektive, genau zwischen der Darstellung der Umgebung und von besonderen Details. Was ich interessant fand, war die Art und Weise, wie das Objektiv mit Bokeh umgeht: Es ermöglicht, den Kontext einzubeziehen und gleichzeitig eine gute Trennung zwischen Motiv und Hintergrund zu schaffen.

Headshot of food photographer Anna Janecka
PhotographerFood

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Nikon magazine - Using bokeh for mood with the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
Nikon magazine - Using bokeh for mood with the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
Die Verwendung des Objektivs bei f/1.7 eignet sich perfekt für stimmungsvolle Aufnahmen. Wenn ihr hingegen einen größeren Bereich des Motivs scharf abbilden möchtet, solltet ihr eine kleinere Blende wählen. Z50II + NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7, f/3.2, 35 s, ISO 320 © Anna Janecka
Arbeiten mit f/1.7: Wann man die Blende öffnen und wann man sich zurückhalten sollte

Die Lichtstärke von f/1.7 bietet euch viel kreativen Spielraum. Ihr müsst jedoch bewusst damit umgehen. Bei Offenblende ist die Tiefenschärfe sehr gering, insbesondere bei der minimalen Fokussierentfernung von 16 cm. Wenn man einen Stapel Pfannkuchen mit einer Blende von f/1.7 fotografiert, bleibt nur die oberste Schicht scharf, alles andere wird unscharf. Das kann bei stimmungsbetonten Bildern gut funktionieren. Um bei einer Mini-Pavlova mit Beeren sowohl die Struktur des Baisers als auch die Früchte ohne zu viele Details zur Geltung zu bringen, ist eine Blende von f/2.5 ideal, da sie für eine schöne Weichzeichnung sorgt. Dank der Blende mit neun Lamellen ist das Bokeh sanft und die Lichthöhepunkte sind rund. Bei Aufnahmen von oben oder bei Gerichten mit Höhe bietet mir f/3.2 genügend Tiefenschärfe, während der Look mit geringem Fokus erhalten bleibt. Ich habe diesen Effekt für eine von oben fotografierte Aufschnittplatte verwendet: Der Hauptbereich blieb scharf, während ein Teller in der Ecke gerade so viel Unschärfe erhielt, dass man den Rest erahnen kann – ohne den Fokus von der Hauptkomposition abzulenken.

Nikon magazine - Using bokeh for mood with the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
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Platziert eine Lichtquelle hinter dem Glas, um den Effekt zu verstärken. Z50II + NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7, f/5, 160 s, ISO 400. © Anna Janecka
Makro: der heimliche Stimmungsmacher

Bei Nah- oder Makroaufnahmen tritt das Bokeh stärker hervor. Der Hintergrund verschwimmt nicht einfach nur, sondern verwandelt sich in Farbe und Licht, sodass euer kleines Motiv voll und ganz im Mittelpunkt steht. Ich habe das Einschenken von Prosecco mit einer Blende von f/5 fotografiert, sodass die aufsteigenden Bläschen scharf abgebildet wurden. Hinter dem Glas angebrachte Lichter erzeugten im Hintergrund warme, leuchtende Kreise, die Atmosphäre lieferten, ohne überladen zu wirken. Der Trick besteht darin, das Motiv dort zu platzieren, wo das Licht von hell in Schatten übergeht, und dann das Bokeh diese Töne hinter eurem Fokuspunkt weichzeichnen zu lassen.

Nikon magazine - Using bokeh for mood with the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
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Spielt mit dem Abstand zum Motiv, um die Gesamtwirkung und die Stimmung eures Bildes zu beeinflussen. Z50II + NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7, f/4.5, 1/20 s, ISO 200 © Anna Janecka
Licht und Hintergrund für ein emotionales Bokeh steuern

Die Bokeh-Qualität hängt davon ab, was man unscharf stellt. Ich widme dem Hintergrund genauso viel Aufmerksamkeit wie der Präsentation der Speisen. Strukturierte Oberflächen wie verwittertes Holz oder Leinen sorgen im Bokeh für mehr Charakter. Glatte Oberflächen sorgen für klarere, schlichte Hintergründe.

Abstand ist wichtig. Je weiter der Hintergrund vom Motiv entfernt ist, desto unschärfer wird er. Ich deckte einen Tisch und stellte meine Kamera an einer Stelle auf. Zuerst habe ich einen Teller fokussiert, der näher am Objektiv war, dann habe ich den Fokus auf einen weiter hinten liegenden Teller verlagert. Der Bokeh-Effekt war ganz anders – dieselbe Szene erzählte zwei verschiedene Geschichten. Durch die Fokussierung auf das vordere Gedeck wirkte das hintere wie ein sanfter Hinweis auf weitere Gedecke. Die Möglichkeit, die Stimmung allein durch ein Verstellen des Fokus zu verändern, ist bei größeren Szenen sehr nützlich – man kann verschiedene Bildausschnitte ausprobieren, ohne den Aufbau zu verändern. Die Z50II kam gut mit den schwachen Lichtverhältnissen zurecht, und durch bei f/4.5 blieb mein Hauptmotiv scharf, während im Hintergrund ein sanftes Leuchten entstand. Elemente in unterschiedlichen Entfernungen bleiben sichtbar, ohne abzulenken, und helfen dabei, den Blick der Betrachter:innen zu steuern.

Nikon magazine - Using bokeh for mood with the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
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Seid kreativ mit den Blickwinkeln, um das Bild noch interessanter zu gestalten, beispielsweise durch Aufnahmen von oben. Z50II + NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7, f/3, 1/15 s, ISO 100 © Anna Janecka
Die Stimmung, die ihr erzeugen wollt

Das NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7 ist vielseitig. Es ist scharf genug für die Arbeit mit Printmedien, schnell genug für stimmungsvolle Aufnahmen und fokussiert nah genug, um feine Details einzufangen. Zudem ist es leicht und handlich, was beim Fotografieren auf engem Raum oder bei der Arbeit mit natürlichem Licht von Vorteil ist. Dieses Objektiv hat mich dazu gebracht, darüber nachzudenken, was Unschärfe dem Bild bringen kann. Habt ihr eine helle Brunch-Szene, bei der ihr f/4 und mehr Umfeld im Bild haben möchtet? Oder ein stimmungsvolles Abendbild, bei dem f/1.7 und ein starkes Bokeh eine innige Atmosphäre erzeugen? Für Food-Fotograf:innen, die ihre Möglichkeiten erweitern möchten, bietet dieses Objektiv eine tolle Bandbreite. Manchmal ist das, was man unscharf lässt, genauso wichtig wie das, was man scharf lässt.

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