• Kostenloser Versand

  • Kostenlose und einfache Rücksendungen

  • Sicheres Bezahlen

  • Swiss Garantie

The Set Up: Wildlife-Fotografie mit der Nikon Z5II und Cam Whitnall

Cameron WhitnallTechnologie und Know-how02 März 20264 Minuten Lesezeit
Nikon magazine - The Set Up

In dieser Folge von „The Set Up“ begleiten wir Cam Whitnall in den Wald, wo er mit der Nikon Z5II Rothirsche fotografiert.

Unter einem Schleier aus feinem Herbstregen bewegt sich der Fernsehmoderator, Fotograf und Filmemacher Cam Whitnall brusttief durch violettes Moorgras. Er navigiert durch Farnkraut und Brombeersträucher und nähert sich einer Herde Rothirsche in einem abgelegenen Teil des New Forest. In dieser Folge von „The Set Up“ untersucht der Naturschützer, wie sich die Nikon Z5II bei der Aufnahme scheuer Wildtiere bei nassem Wetter bewährt. „Das war wahrscheinlich die größte Hirsch-Challenge meines Lebens“, sagt er lachend. „In dem hohen Sumpfgras, als wir versuchten, nicht nochmal in das schlammige Wasser zu fallen, gelang es mir, näher heranzukommen und ein sehr ruhiges Porträt aufzunehmen. Der Hirsch sah so friedlich aus und schaute mich direkt an.

Z5II + NIKKOR Z 400mm f/2.8 TC VR S. Links: 1/800 s, f/4.5, ISO 1000. Mitte: 1/1000 s, f/3.2, ISO 1250. Rechts: 1/1000 s, f/3.2, ISO 1250, ©Cam Whitnall

„Mir ist es wichtig, die Dinge nicht zu kompliziert zu machen. Das Verhalten steht für mich immer an erster Stelle. Wenn der Moment nicht echt ist, spielt es keine Rolle, wie ‚schön‘ das Bild aussieht. Wenn ich etwas Natürliches sehe, beginne ich, über Komposition und Zusammenhänge nachzudenken – beispielsweise über Blickkontakt, wohin das Tier schaut und wie nah dieser Moment sich anfühlt. Diese Verbundenheit ist es, was die Menschen wirklich in ein Bild hineinzieht.“

Cam hat an der Universität in Bournemouth studiert und kennt den nahe gelegenen New Forest gut. Für dieses Projekt hat ihn sowohl die Wildnis als auch die Vertrautheit dieses Ortes angezogen. „Es ist einer der Orte in Großbritannien, wo man noch echte wilde Tiere in einer wirklich schönen Landschaft erleben kann“, sagt er. „Rotwild ist eine für Großbritannien ikonische Tierart. Ich hatte in der Vergangenheit einige besondere Begegnungen mit diesen Tieren und ich finde sie passend für diesen Auftrag. Ich wollte nicht an einen exotischen Ort reisen, sondern die Besonderheit der Tierwelt direkt vor unserer Haustür hervorheben.“

Während Standort und Motiv perfekt waren, erwies sich das Wetter als nicht ideal. Es lieferte gedämpftes, kontrastarmes Licht. Cam, ein echter Profi, erkannte darin eine Chance und sah es nicht als Einschränkung. „Das Licht war ziemlich flau, mit einem fast violetten Farbton in der Luft. Solche Bedingungen zwingen einen dazu, genauer nach kleinen Momenten, Ausdrucksformen und Kompositionen zu suchen, anstatt sich auf dramatisches Licht zu verlassen“, erklärt er. Wildtierfotografie ist unberechenbar, insbesondere unter den Bedingungen in Großbritannien. Dabei erwies sich die Nikon Z5II als zuverlässig und unauffällig. Der Autofokus funktionierte auch bei dem kontrastarmen fahlen Licht zuverlässig, sodass ich mich auf ihn verlassen und mich auf das Verhalten der Tiere konzentrieren konnte. Ich musste mir keine Sorgen über die Kamera machen.“

Nikon magazine - The Set Up
Nikon magazine - The Set Up
Z5II + NIKKOR Z 400mm f/2.8 TC VR S. Left/above: 1/800 s, f/4.5, ISO 1000. Rechts/unten: 1/800 s, f/3.2, ISO 800, ©Cam Whitnall

Cam betont, dass Handhabung und Ergonomie bei langen und körperlich anstrengenden Einsätzen eine entscheidende Rolle spielen. „Wenn man stundenlang herumsteht und sich kaum bewegt, ist eine leichte Kamera Gold wert – und die Z5II ist leicht!“, schwärmt er. Sie ist außerdem unkompliziert und fühlt sich vertraut an, und der klappbare Bildschirm war beim Fotografieren im Hochformat sehr hilfreich. Ich musste nicht an die Kameraeinstellungen denken, sondern konnte meine Aufmerksamkeit im wichtigen Moment auf das Tier richten.“

Für dieses Projekt waren längere Objektive unerlässlich, sowohl für das Tierwohl als auch für das Storytelling. Cam kombinierte die Nikon Z5II mit einer rotierenden Auswahl, darunter das NIKKOR Z 135mm f/1.8 S Plena, das NIKKOR Z 400mm f/4.5 VR S, das NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S und das NIKKOR Z 100-400mm f/4.5-5.6 VR S. „Mit diesen Objektiven kann ich Abstand halten, trotzdem den Bildausschnitt ausfüllen und den Hintergrund komprimieren“, erklärt er. „Im Wald vereinfacht der Tele-Effekt unübersichtliche Szenen und lenkt die Aufmerksamkeit ganz auf das Tier.“

Cams Tipp für angehende Wildlife-Fotograf:innen: In diesem Genre liegt der Erfolg nicht in der Jagd nach Momenten, sondern in Zurückhaltung, Vorbereitung und Beobachtung. „Es erfordert Geduld und das Wissen, wann man handeln sollte und wann nicht. Ich gehe langsam, bleibe geduckt und halte Abstand. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, mich anzupassen und mit dem zu arbeiten, was vorhanden ist, anstatt eine Situation zu erzwingen. Wenn man sich zu schnell bewegt oder zu viel Druck ausübt, ist der Moment vorbei.

Nikon magazine - The Set Up
Nikon magazine - The Set Up
Z5II + NIKKOR Z 135mm f/1.8 S Plena. Rechts/oben: 1/800 s, f/2.5, ISO 800. Links/unten: 1/800 s, f/2.5, ISO 800, ©Cam Whitnall

„Deshalb ist es so wichtig, sich eine Kamera anzuschaffen, die zu einem passt. Ich arbeite in der Regel manuell, gelegentlich mit Auto-ISO. Ich steuere die Bewegung und die Tiefenschärfe und überlasse der Kamera die Anpassung an die wechselnden Lichtverhältnisse. So muss ich nicht ständig die Einstellungen überprüfen und kann mich stattdessen auf Verhalten und Timing konzentrieren. Diese Vorbereitung wirkt sich auch darauf aus, wie man das Motiv einfängt. Die benutzerdefinierten Steuerelemente der Nikon Z5II sind sehr vorteilhaft, da man im Geschehen bleibt und Fokusmodi wechseln oder die Belichtung schnell anpassen kann, ohne durch Menüs navigieren zu müssen. Wenn die Einstellungen festgelegt sind, müsst ihr euch keine Gedanken mehr machen. Ihr könnt euch ganz auf die Körpersprache, Ohren, Haltung und ihre Bewegungen konzentrieren – denn Wildtiere verraten oft was passiert, wenn ihr aufmerksam beobachtet. Wenn man sich auf das Verhalten und das Storytelling konzentriert, ergeben sich die Bilder von selbst und gewinnen an Bedeutung.“

Folge 3: The Set Up mit Cam Whitnall

Auf „Play“ drücken

The Set Up - thumbnails

Teilen

Ausgewählte Produkte

Die Nikon Z5II kennenlernen

nikon-image

Für noch mehr Kreativität