Die beste Ausrüstung für die Makrofotografie

Mit einer Kamera, einem Makroobjektiv und etwas nützlichem Zubehör gelingen euch beeindruckende Aufnahmen von kleinen Objekten, Pflanzen und Insekten
Kameras
Ihr könnt jede spiegellose Nikon-Z-Kamera mit Vollformat- (FX) oder Crop-Sensor (DX) für eure Makroaufnahmen verwenden. Denkt daran, dass bei der Verwendung einer DX-Kamera der kleinere Sensor einen Crop-Faktor von etwa 1,5 ergibt. Das bedeutet, dass ein 50-mm-Objektiv an einem DX-Gehäuse eine äquivalente Brennweite von etwa 75 mm hat.
Diese faszinierende Nahaufnahme einer Blume wurde mit dem NIKKOR Z MC 50mm f/2.8 an einer Nikon Z 6II aufgenommen, 1/125 s, f/22, ISO 100

Objektive
Ein echtes Makroobjektiv hat einen Vergrößerungsfaktor von mindestens 1:1, was bedeutet, dass Objekte in Originalgröße auf dem Sensor abgebildet werden. Derzeit umfasst das Z-Bajonett-Sortiment drei Makroobjektive – zwei Vollformat und ein DX. Dabei handelt es sich um das NIKKOR Z MC 50mm f/2.8, das NIKKOR Z MC 105mm f/2.8 VR S und das NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7. Das Letztere wurde speziell für Nikon-Z-DX-Kameras wie der Z50II oder der Zfc entwickelt. Seine Brennweite entspricht im Vollformat ca. 50 mm. Während sich FX-Objektive auch mit DX-Kameras verwenden lassen, raten wir davon ab, DX-Objektive an einem FX-Gehäuse anzusetzen.
Die Wahl eures Motivs bestimmt oft mit, zu welcher Brennweite ihr bei euren Makroaufnahmen greifen solltet. Bei Insekten beispielsweise ist meist eine längere Brennweite sinnvoll: Sie sorgt für einen größeren Abstand zum Motiv, wodurch ihr es weniger leicht verscheucht.
Ganz gleich jedoch, für welches Objektiv ihr euch entscheidet: Alle drei lassen sich auch ganz normal verwenden. So sind das NIKKOR Z MC 50mm f/2.8 und das NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7 hervorragende Allrounder, und das NIKKOR Z MC 105mm f/2.8 VR S ist eine fantastische Wahl für Porträtaufnahmen.
Wenn ihr ein kurzes Stativ auf Bodenhöhe verwendet, erweist sich der neig- und drehbare Monitor der Nikon Z50II als sehr nützlich. © Ross Hoddinott

Zubehör
Das Tolle an der Makrofotografie ist, dass ihr – weil ihr in einem so winzigen Maßstab arbeitet – im Grunde ein komplettes Fotostudio in eine kleine Tasche packen könnt.
Stativ
Damit auch wirklich alles scharf wird, solltet ihr ein Stativ verwenden. Die Schärfeebene von Makroobjektiven ist oft super eng – daher ist es unerlässlich, die Kamera ruhig zu halten. Wenn ihr auf Insektensafari geht, bietet sich ein sehr kurzes Stativ im Schreibtischformat an. Damit könnt ihr die Kamera so nah wie möglich am Boden positionieren und sie dennoch stabil halten. Wir empfehlen Stative von Manfrotto und Gitzo. Oder ihr stellt die Kamera auf etwas Festes am Boden. Um Verwacklungen zu vermeiden, könnt ihr den Auslöser ferngesteuert betätigen: entweder mit einer speziellen Fernbedienung oder mit der kostenlosen Nikon SnapBridge App.
Lampen
Kleine und preiswerte LED-Leuchten können große Veränderungen an euren Bildern bewirken. Stellt euch euren Arbeitsbereich als kleines Studio vor und befolgt dieselben Richtlinien für die Beleuchtung, beispielsweise in Bezug auf Haupt-, Füll- und Hintergrundlicht. LEDs mit einstellbarer Farbtemperatur bieten euch zusätzliche Flexibilität.
Filter
Für Makroaufnahmen draußen ist ein Polfilter (CPL-Filter) ein echt praktisches Tool. Er mindert störende Spiegelungen auf glänzenden Käfern und Blättern und pusht gleichzeitig die Sättigung eurer Farben. Denkt daran, bei Verwendung eines CPL-Filters die Belichtung zu überprüfen, da dieser Filter einen geringen Teil des Lichts abschirmt.
Reflektor
Ein Klappreflektor mit einer lichtdurchlässigen Oberfläche kann bei Außenaufnahmen ein hervorragender Diffusor für grelles Sonnenlicht sein. Wir empfehlen Reflektoren von Profoto.
Vermischt man Öl und Wasser in einer Glasschale auf einem Untergrund aus farbigem Papier, entsteht ein toller Effekt. © Alberto Ghizzi Panizza

Der Hintergrund
Die geringe Tiefenschärfe eines Makroobjektivs führt oft dazu, dass der Hintergrund eures Bildes vollständig unscharf ist. Nutzt dies bei Innenaufnahmen zu eurem Vorteil, indem ihr vor farbigem Papier fotografiert. Die Farbe sollte natürlich gut zu eurem Motiv passen.
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