Nikon Imaging | Schweiz | Europa

4.7.2012

Ein Auge fürs Fotografieren

Oft hört man die Redensart, dass jemand ein Auge für Fotografie hat – aber was bedeutet das eigentlich? Kann man das lernen oder ist es eine angeborene Fähigkeit?

Nikon führte mit einem der führenden europäischen Eyetracking-Forschungsunternehmen – Eyetracker – ein Experiment durch, bei dem die Augenbewegungen von Profifotografen verschiedener Sujets beim Komponieren und Aufnehmen eines Bildes analysiert wurden. Diese Daten wurden mit der Herangehensweise eines Amateurfotografen bei den gleichen Motiven verglichen.

 

Die von uns ausgewählten Fotografen sind Profis auf ihrem Gebiet. Andreas Schmidt ist ein deutscher Fotograf, der auf Architektur- und Reisefotografie spezialisiert ist. Er hat bisher zwei Bücher veröffentlicht: das erste über eines der berühmtesten Reiseziele überhaupt – Las Vegas – und eines über das Londoner Finanzviertel The City. Laurent Baheux ist ein französischer Natur- und Tierfotograf. Er hat acht Jahre lang Wildtiere in Afrika fotografiert. Duncan Soar schließlich ist ein englischer Event-Fotograf, der regelmäßig auf Preisverleihungen, Unternehmensveranstaltungen und privaten Festen fotografiert. Will Painter, unser Amateur, ist begeisterter Hobbyfotograf, hat jedoch nie formale Kurse oder Schulungen zur Fotografie besucht. Wie bei vielen Amateurfotografen basieren seine Kenntnisse und Vorgehensweisen auf praktischer Erprobung (Trial-and-Error-Verfahren).

Die Reisefotografie-Aufnahmen fanden an einer belebten Touristenattraktion, die Naturaufnahmen in einem Waldgebiet und die Event-Aufnahmen in einer beliebten Bar statt. Die Profifotografen und der Hobbyfotograf nahmen ihre Fotos unter den gleichen Testbedingungen und mit der gleichen Kamera auf.

Die Nikon D3200 ist eine einfach zu bedienende digitale Spiegelreflexkamera für Einsteiger. Sie bietet den Guide-Modus der neuesten Generation sowie eine Full-HD-Videofunktion für Bilder und Filmaufnahmen in höchster Qualität. Sie besticht außerdem durch die enorme Auflösung von 24,2 Megapixel und ist auf Einsteiger im Bereich digitale Spiegelreflexfotografie ausgelegt.

Wir analysierten, wie die Profifotografen und der Amateurfotograf in der jeweiligen Situation ihre Aufnahmen machten, um die entscheidenden Unterschiede zwischen beiden zu ermitteln. Dadurch gewannen wir faszinierende Erkenntnisse darüber, was »ein Auge fürs Fotografieren« ausmacht.

Die folgenden Abschnitte fassen diese Erkenntnisse zusammen.

 

Direkt zum Video!

Lassen Sie sich Zeit: Profis nehmen sich dreimal mehr Zeit als ein Amateurfotograf

Profifotografen nehmen sich sehr viel mehr Zeit für ihre Bilder – unsere Profifotografen benötigten zwischen 10 und 10:45 Minuten, um durch Herumlaufen den besten Aufnahmestandort zu finden und ein Bild zu erzielen, das ihrer Ansicht nach das Motiv am besten einfängt. Im Durchschnitt benötigten sie bei den drei Aufnahmeszenarien 10:22 Minuten Zeit. Das ist dreimal länger als bei unserem Amateurfotograf: Er benötigte bei den drei Szenarien durchschnittlich 2:43 Minuten, um das beste Bild zu erzielen. Maximal ließ er sich 3:30 Minuten Zeit.

Genau das gleiche Ergebnis zeichnete sich ab, als wir uns ansahen, wie lange sich die Fotografen für das eigentliche Bild Zeit nahmen, nachdem sie die beste Aufnahmeposition dafür gefunden hatten. Der Profifotograf nahm sich durchschnittlich 15 Sekunden mehr Zeit, um die interessantesten Elemente des Motivs zu identifizieren und einzufangen. Dies war bei der Event-Fotografie besonders wichtig.

Duncan Soar erläutert: »Das Entscheidende bei der Event-Fotografie ist, sicherzustellen, dass die Personen in den Aufnahmen interessant und lebendig wirken. Einen interessanten Bildausschnitt zu ermitteln, kann relativ einfach sein, aber einen ausdrucksvollen Moment einzufangen – z. B., wenn eine Person lacht –, kann eine Weile dauern. Ich muss normalerweise einige Zeit warten, um einen solchen Moment zu treffen.«

Duncan ließ sich für die einzelnen Aufnahmen durchschnittlich 22 Sekunden mehr Zeit als unser Amateurfotograf. Insgesamt benötigte er 3:20 Minuten bis zur finalen Aufnahme.

Es passiert leicht, dass man sich in einer Aufnahmesituation nur auf einen Bereich konzentriert, von dem man denkt, dass er das beste Bild ermöglicht, und andere erstklassige Aufnahmemöglichkeiten übersieht. Bei allen drei Szenarien prüften unsere Profis beständig eine größere Zahl unterschiedlicher Aufnahmemöglichkeiten als unser Amateurfotograf. Während letzterer acht potenzielle Aufnahmen in Erwägung zog, waren es beim Profifotografen 29. Das sind mehr als 3,5-mal mehr Optionen, um aus einem Motiv die beste Aufnahme zu machen.

Am auffälligsten war dieser Aspekt bei der Reisefotografie. Der Amateur erwog nur zwei verschiedene Szenarien, der Profi dagegen zwölf. Die Profis gingen außerdem sehr überlegt vor und schenkten allen Elementen der Szenerie die erforderliche Aufmerksamkeit. Bevor der Amateurfotograf sich für die beste Aufnahme entschied, huschte sein Blick in der Aufnahmeszenerie umher, ohne dass er sorgfältig verschiedene Optionen in Betracht zog oder sich genügend Zeit nahm, um andere Blickwinkel auszuprobieren.

Sehen Sie nach oben und unten und betrachten Sie das Motiv aus jedem Winkel

Einer der Punkte, in denen sich Amateur- und Profifotograf am deutlichsten unterschieden, war die Art und Weise, wie sie den Bildausschnitt wählten. Die Profifotografen prüften jede nur denkbare Aufnahmeposition – der Reisefotograf ging bei dem Motiv zum Beispiel hinter einige Strandhütten, um nachzusehen, ob dort etwas Interessantes einzufangen ist, während der Naturfotograf vom normalen Weg ins Gebüsch abbog, um die Umgebung auf eine ungewöhnlichere Weise zu betrachten. Der Event-Fotograf betrachtete sogar eine Zeit lang die Decke des Veranstaltungsorts, weil sie geschwungen war und er dachte, dass sie einen guten Rahmen für die Aufnahme bilden könnte.

Es ist auch wichtig, immer weiter zu schauen. Oft sieht man sofort zwei Bereiche, auf die man sich konzentrieren möchte, und ignoriert alles andere. Halten Sie auch auf dem Weg zwischen verschiedenen Szenerien den Blick nach oben und sehen Sie sich um – statt sich in dieser Zeit die Aufnahmen anzusehen, die Sie bereits gemacht haben. Während der gesamten Aufnahmen standen unsere Profis viel länger herum, suchten die Szenerie ab und sahen sich an, was ein tolles Bild ergeben würde. Der Amateurfotograf dagegen sah einfach in die Richtung, in die er ging, oder direkt auf das, was gemäß seiner Entscheidung sein nächstes Motiv sein würde.

Andreas Schmidt merkt an: »Wenn Sie sich Ihr Motiv wirklich genau ansehen und aus allen Blickwinkeln betrachten, entdecken Sie möglicherweise eine Aufnahmemöglichkeit, die einen interessanten Blick auf einen Teil Ihres Motivs eröffnet. Das ist besonders bei Aufnahmen von Alltagsszenen wichtig, weil die Fotos dadurch eigenständiger werden.«

Bei ihren endgültigen Bildern konzentrierten sich die Profis allesamt auf einen bestimmten Teil der Szenerie, die sie aufnahmen. Der Amateur hingegen war damit beschäftigt, zu versuchen, alles ins Bild zu bekommen, um die gesamte Szenerie einzufangen. Die Profis verbrachten mehr Zeit damit, den interessantesten Aspekt zu ermitteln und zu prüfen, welches der beste Blickwinkel ist, um diesen zu fotografieren.

Machen Sie das Beste aus den Umständen

Die Profifotografen stellten sich schnell auf die Bedingungen jedes Szenarios ein und nutzten diese zu ihrem Vorteil. Der Reisefotograf kontrastierte die hellen Strandhütten mit den tristen Wetterbedingungen und lotete die Gegenüberstellung natürlicher und menschengemachter Strukturen aus. Er zog außerdem verschiedene Kompositionen in Betracht, einschließlich solchen mit Schirmen, weil sie ein ansonsten einfaches Bild um eine interessante Form ergänzten.

Laurent Baheux merkt an: »Egal, wo Sie fotografieren: Sie müssen die gesamte Umgebung berücksichtigen – nicht nur das Motiv auf Ihrem Foto, sondern auch beeinflussende Elemente wie das Umgebungslicht. Da ich immer Außenaufnahmen mache, halte ich gerne nach vom Sonnenlicht bestrahlten Bäumen Ausschau. Das Licht hat eine wunderschöne Wirkung, wenn es von Seen und den Blättern reflektiert wird.«

Unser Amateurfotograf, Will Painter, äußerte sich so zu dem Experiment: »Es war wirklich interessant, zu erkennen, dass meine Herangehensweise an eine Aufnahme sich so stark von der eines Profis unterscheidet. Der wissenschaftliche Ansatz lieferte mir wirklich nützliche Erkenntnisse über meine Vorgehensweise und über Verbesserungsmöglichkeiten. Einfache Tipps wie der Hinweis, sich mehr Zeit für die Aufnahmen zu nehmen und das gesamte vor einem liegende Szenario zu berücksichtigen, waren wirklich eine große Hilfe.«

Es folgen einige Tipps aus unserem Experiment, damit Sie bei Ihrem nächsten Fotoausflug selbst versuchen können, ein »Auge fürs Fotografieren« zu entwickeln.

• Durch das Einbeziehen von Personen erhalten Aufnahmen zusätzlich einen menschlichen Aspekt. Bei monumentalen Architekturaufnahmen sollten Sie die Belichtungszeit auf 1/8 oder 1/15 Sekunde einstellen, damit Menschen im Bild mit leichter Bewegungsunschärfe dargestellt werden. Ich empfehle, dafür ein Stativ zu verwenden

• Das Gegenüberstellen von menschengemachten Strukturen und natürlichen Formen macht die Komposition von Bildern interessanter

• Probieren Sie unterschiedliche Blickwinkel aus – die Motive erhalten dadurch einen obskuren und ungewöhnlichen Charakter. Versuchen Sie z. B. Bilder vom Boden aus zu machen und blicken Sie von unten auf Ihr Motiv

• Die Nikon D3200 bietet Ihnen mit dem Spezialeffekte-Modus noch weitere kreative Möglichkeiten – vom Miniatureffekt bis zur selektiven Farbauswahl. Mit Filtereffekten wie der Anwendung eines warmen Filters oder Weichzeichners können Sie fertigen Bildern eine persönliche Note geben

• Oft hat man nicht viel Zeit, um das perfekte Foto aufzunehmen. Das gilt besonders beim Aufnehmen von Wildtieren

• Es geht nicht darum, alles in einem Bild unterzubringen; konzentrieren Sie sich auf einen kleinen Ausschnitt, z. B. einen Baum oder Wasserlauf, und machen Sie diesen zum Mittelpunkt

• Scheuen Sie sich nicht, näher heranzugehen – ein paar Schritte können den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Foto ausmachen. Bei den Aufnahmen befand ich mich meistens tief im Unterholz, um die Aufnahme zu bekommen, die ich wollte

• Nutzen Sie die intelligenten Aufnahmefunktionen Ihrer Kamera. Das automatische Motiverkennungssystem der Nikon D3200 analysiert das Aufnahmemotiv ganz genau und passt Fokus, Belichtung und Weißabgleich für optimale Resultate an

• Der Gesichtsausdruck der Personen im Bild ist wichtig. Haben Sie Geduld, warten Sie und versuchen Sie zu erkennen, was die Personen zum Lachen oder Lächeln bringt

• Machen Sie viele Fotos, denn bei Personenfotos haben Sie keine Kontrolle über Ihr Motiv

• Geben Sie Ihren Bildern Tiefe: Beschränken Sie sich nicht auf eine Gruppe von Personen, sondern denken Sie über ihren räumlichen Bezug zu anderen Gruppen in der Aufnahme nach

• Scheuen Sie sich nicht, Personen zu »dirigieren«, um den gewünschten Bildausschnitt zu erhalten

• Nachdem Sie Ihr Motiv gefunden haben, sollten Sie versuchen, aus jedem Blickwinkel Fotos zu machen. Sie können sogar mit 360-Grad-Ansichten des Motivs experimentieren, um sicherzustellen, dass Sie die Aufnahme vom richtigen Standort und aus dem richtigen Winkel aufnehmen

Die Nikon D3200 ist eine neue, einfach zu bedienende digitale Spiegelreflexkamera für Einsteiger. Sie bietet eine Full-HD-Videofunktion für Bilder und Filmaufnahmen in höchster Qualität und eine enorme Auflösung von 24,2 Megapixel. Die Kamera ist für Einsteiger im Bereich digitale Spiegelreflexfotografie ausgelegt: Der Guide-Modus der neuesten Generation führt Benutzer mithilfe anschaulicher Anleitungen und Bilder Schritt für Schritt durch das Fotografieren. Die Nikon D3200 ist ideal für alle, die ohne großen Aufwand hervorragende Bilder von den Menschen oder Dingen aufnehmen möchten, die ihnen am wichtigsten sind, wie z. B. der Familie oder Reisen.


Weitere Informationen zur Nikon D3200 finden Sie hier!

Weiter zum Eye for Photography Video!